Sieg am GP Dübendorf

Der Halbmarathon in Berlin, den Christian als letzte Standortbestimmung für sein Hauptziel des Frühjahrs, den Marathon in London, nutzen wollte, ist vor zwei Wochen bekanntlich einer starken Erkältung zum Opfer gefallen, die ckr aber glücklicherweise gut überstanden und verdaut hat, so dass er mittlerweile wieder die gewohnten Umfänge trainiert und voll im Fahrplan für den Marathon ist.

Obwohl Chrigel mittlerweile sich und seinen Körper sehr gut kennt und seine läuferische Leistungsfähigkeit damit gut einschätzen kann, wollte er sich vor dem London Marathon noch einmal einem Belastungstest unterziehen. Dafür hat er sich den zum Züri-Laufcup gehörenden GP Dübendorf, der gestern stattfand, ausgesucht. Mit seinem Start in Dübendorf hat Christian sein Comeback im Züri-Laufcup gegeben, das – falls die Recherchen des Fanclubs stimmen – seit dem Rüti-Lauf 2011 auf sich warten liess.

Die Geschichte des Rennens ist rasch erzählt: erwartungsgemäss hielt sich Christian von Beginn an in einer kleinen Spitzengruppe auf, aus welcher er sich nach wenigen Kilometern absetzte und das Rennen mit einem soliden Vorsprung von über einer Minute gewann. Die Distanz von 10 km bewältigte er in einer Zeit von 31 Minuten und einem Kilometer-Schnitt von 3:06 min/km. Diese in einem einsamen Rennen erzielte Zeit, die ckr unter leicht windigen Verhältnissen auf dem vor allem auf Naturwegen stattfindenden Parcours erreichte, kann als gelungene Hauptprobe für den Marathon gewertet werden.

Zu diesem tollen Resultat und der erfolgreichen Rückkehr in den Züri-Laufcup gratuliert der Fanclub Chrigel ganz herzlich. Das Rennen in Dübendorf hat er offenbar sehr gut verdaut, da er heute Sonntag einen zügigen, die von intensiven Trainings dominierte Marathonvorbereitung abschliessenden Long-Run absolvierte und nun in die zweiwöchige Tapering-Phase übergeht. Für diese wünschen wir ihm gute Erholung und hoffen, dass er punktgenau zum 26. April seine Höchstform erreichen wird.

Schweizermeister!

Am gestrigen Cross International de Lausanne ist Chrigel zum ersten mal seit den Halbmarathon-Schweizermeisterschaften 2013 in Uster zu einem weiteren Titel gelaufen. Im Langcross über 10 Runden und die Distanz von 10 km reüssierte er in einer Zeit von 30:23.6 min, was eine beachtliche Kilometerpace von 3:02 min/km ergibt. Die weiteren Podestplätze sicherten sich Tolossa Chengere, unter anderem mehrmaliger Sieger des Altstätter Städtlilaufs, sowie ein weiterer Crack des erfolgreichen Marathon-Teams der Europameisterschaften in Zürich 2014, Adrian Lehmann.

Nach dem Höhentrainingslager in Kenia war dieser Crosslauf der erste Wettkampfeinsatz von ckr seit dem Zürcher Silvesterlauf. Dabei ging es ihm vor allem darum, den in Kenia erzielten Formstand zu testen. Im Rennen hat Chrigel die ersten drei Runden abgewartet, das Terrain gecheckt, welches ausser in den Kurven und abseits der Ideallinie gut zu laufen war und tief in sich hinein gehorcht, um zu erfahren, wie seine Beine an diesem Tag bereit waren, ihre Arbeit zu verrichten. Die Antwort fiel offenbar so positiv aus, dass ckr sich nach ca. 5 km dazu entschloss, die Spitze zu übernehmen, diese bis ins Ziel nicht mehr abgab und den Sieg mit einem Vorsprung von 6.4 s auf Tolossa Chengere erzielen konnte.

Den Formtest in Lausanne kann der frisch gebackener Schweizermeister jedenfalls als vollen Erfolg in sein Palmarés aufnehmen. Wir wünschen ihm ein weiteres erlebnis- und erfolgreiches Trainingslager in Mallorca und sehen zuversichtlich und gespannt dem nächsten Wettkampfeinsatz am Berlin-Halbmarathon und dem Hauptziel des Frühjahrs, dem London-Marathon am 26. April entgegen.

ckr_Lausanne

Trainingslager in Kenia – Teil 2 und weitere Saisonplanung

Die letzten 4 Wochen verbrachte Christian im Trainingslager in Iten, Kenia. In der dortigen Höhenlage feilte er während zahlreicher Dauerläufe im hügeligen Gelände vor allem an der Grundlagen-Ausdauer. Weil in der luftigen Höhe im coupierten Terrain schon Trainings im Dauerlauftempo sehr fordernd sind, hat Chrigel in Kenia auf schnelle Tempo-Bolzereien vornehmlich verzichtet. Dieser Trainingsart wird er sich vermehrt wieder während seines Aufenthalts hier in der Schweiz und dem darauffolgenden, 2-wöchigen Trainingslager in Mallorca widmen, in welches er mit weiteren Mitgliedern des TV-Oerlikon reisen wird. Die Zeit in Kenia hat Chrigel sehr genossen und sich einerseits vom Trainingsfleiss der lokalen und internationalen Cracks sowie deren uns Europäern fremden Fähigkeit zur gepflegten Ruhe inspirieren lassen.

Während des Aufenthalts in Mallorca plant Christian, sich die notwendige Tempo-Härte zu holen, um seine 2012 in Berlin gelaufene Halbmarathon-PB von 1:05:55 h an gleicher Stätte verbessern zu können. Berlin ist bekannt als schnelles Pflaster, wo es Chrigel auf einer topfebenen Strecke im hochkarätigen Teilnehmerfeld hoffentlich möglich sein wird, seine Bestmarke zu drücken. Der Berlin-Halbmarathon ist als letzter Wettkampfeinsatz vor dem London-Marathon ein wichtiger Mosaikstein in ckr‘s Saisonplanung, aus dessen Abschneiden er wichtige Rückschlüsse auf seine Leistungsfähigkeit im kommenden Marathon an der Themse ziehen kann. Wir wünschen ihm zu diesem Projekt schon jetzt gutes Gelingen.

Am nächsten Wochenende läuft Christian im Rahmen der Schweizer Cross-Meisterschaften 2015 in Lausanne den CISM-Cross. Auf diesen Crosslauf, den er letztmals 2013 bestritten hat, freut der sich sehr und ist gespannt, wie seine Leistungsfähigkeit über die Strecke von 10 km nach dem Höhentrainingslager ist.

Nachfolgend einige Impressionen aus ckr’s Sightseeing-Dauerlauf von Iten zur Moiben Road während des Trainingslagers in Kenia (Quelle: facebook-Präsenz ckr):

Trainingslager in Kenia

In den vergangenen Jahren weilte Christian des Öfteren in Trainingslagern, ohne dass der Fanclub-Blog darüber berichtet hätte. Auch in diesem Jahr wird Chrigel einen wesentlichen Anteil seiner Vorbereitung auf den Frühjahrsmarathon in London in Trainingslagern verbringen. Ein Novum bildet dabei der Aufenthalt, in dem er sich momentan befindet, da er diesen erstmals, der Weltelite im Laufsport folgend, in für ihn neuen Laufgefilden in Kenia absolviert. Dazu hat er sich einer Gruppe weiterer Schweizer Spitzenläufern angeschlossen und sich am vergangenen Samstag auf den Weg nach Iten in Kenia aufgemacht. Der Weg führte sie dabei von Zürich nach Nairobi und von dort weiter nach Eldoret. Die letzte Etappe von Eldoret nach Iten haben die Läufer im Taxi bestritten. Bei Iten handelt es sich nach Chrigels Einschätzung um ein Dorf, das gemäss Wikipedia ca. 40’000 Einwohner beherbergt und welches sich auf 2400 m über Meer befindet.

Berühmt ist Iten vor allem für die St. Patrick‘s Highschool welche über die vergangenen 30 Jahre eine Vielzahl an Weltklasseläufern hervorgebracht hat. Als bekannteste Schüler sind dabei Wilson Boit Kipketer, Weltmeister und Olympiamedaillengewinner, sowie der aktuelle 800 m Weltrekordhalter und Olympiasieger David Rudisha zu nennen. Der Coach dieser Weltklasseathleten, der aus Irland stammende Pater Colm O‘Connell, kam 1976 nach Iten, um dort für drei Monate zu bleiben. Seither lebt er in Iten… Pater O‘Connell wird auch dafür verantwortlich gemacht, dass sich seit Beginn der 1990er-Jahre eine Vielzahl weiblicher Spitzenathletinnen in Iten niedergelassen hat. Dazu zählen beispielsweise Edna, Florence und Lornah Kiplagat (Verwandschaftsgrad nicht bekannt), sowie Linet Masai und Mary Keitany. Letztere gewann 2006 das alljährlich an Weihnachten stattfindende und ausschliesslich von Frauen ausgetragene Rennen Shoe4Africa 5 km und initiierte damit ihre Karriere an der Weltspitze des Laufsports.

In dieser Wiege des Laufsports tanken Christian, die anderen Schweizer Spitzenläufer und zahlreiche Deutsche Athleten Motivation und erarbeiten sich in den kommenden Wochen die Basis für den Aufbau auf den Frühlingsmarathon. Die Höhenlage des gewählten Trainingsgeländes erfordert eine Phase der Akklimatisierung, in welcher sich Chrigel nun befindet. Dies bedeutet, dass die Trainings aktuell noch ziemlich hart sind und bei etwas erhöhter Herzfrequenz stattfinden, wie er sich das von den Trainingslagern in St. Moritz gewöhnt ist. Abgesehen von der Höhenlage ist der Engadiner Nobelkurort nicht mit Iten vergleichbar. Anstatt über das gut ausgebaute Netz von Wanderwegen laufen die Athleten in Kenia über Pfade, die auf Grund des über längere Zeit ausgebliebenen Regens sehr staubig sind und zudem von zahlreichen, spitzigen Steinen durchsetzt sind, was zusätzliche Aufmerksamkeit in den Trainings erfordert.

Sehr speziell ist vor allem für Läufer des Kalibers von ckr, dass kenianische Kinder in der Lage sind, deren Trainingspace für einige Kilometer anzunehmen und locker mitzutraben. Diese erfrischende Lockerheit gepaart mit grossem Lauftalent führt einem deutlich vor Augen, weshalb die Weltspitze im Langstreckenlauf beinahe geschlossen aus Afrika stammt.

Chrigel logiert in einem Hotel, welches sich direkt am Rande des Rift Valley befindet und geniesst in trainingsfreien Momenten die Ruhe fernab menschlicher Alltagshektik und den Ausblick in die Weite des Landes. Das Hotel und die kulinarische Versorgungslage sind makellos und orientieren sich an westlichem Standard.

Wir wünschen ckr und den weiteren Mitgliedern seiner Trainingsgruppe ein erfolg- und erlebnisreiches, sowie verletzungsfreies Trainingslager. Der Fanblog meldet sich zu einem späteren Zeitpunkt wieder mit Details aus Chrigels Trainingsalltag.

Nachfolgend einige Impressionen aus Iten:

Silvesterlauf in Zürich und Besuch bei den Donnschtig-Hüpfern

Vor einer Woche ist Chrigel im Eliterennen des Zürcher Silvesterlaufs gestartet. Getreu seinem Motto, ein Rennen im ersten Teil nicht durch ein zu hohes Tempo zu ruinieren, welches ihn schon mehrmals zum Erfolg führte, startete Chrigel relativ sachte in das 7 Runden dauernde Rennen und hielt sich nach der ersten Runde im Mittelfeld auf. Mit jeder Runde kämpfte sich Chrigel im illustren Teilnehmerfeld Platz um Platz nach vorne. Seine Aufholjagd gipfelte auf der Zielgeraden in einem äusserst hart umkämpften Sprint (Video), den er gegen Eric Rüttimann mit dem minimalen Vorsprung von 0.1 s für sich entscheiden konnte. Dadurch sicherte sich ckr in seinem dritten Rennen des diesjährigen Post-Cups nach Bulle und Basel wiederum den dritten Rang in der Tageswertung, der ihn in der Schlussrangliste des Post-Cups auf den 6. Rang vorstossen liess. Gesamtsieger des Post-Cups und damit der Nachfolger von Chrigel wurde in diesem Jahr Tadesse Abraham, sein Gefährte aus dem EM-Bronzemedaillen-Team.

Letzten Donnerstag war Chrigel zu Besuch im Training bei den Donnschtig-Hüpfern. Wie im vergangenen Jahr absolvierte er ein Training mit der Altstätter Laufgruppe, die Goldmember im Fanclub ist. Kurz nach 7 Uhr abends versammelte sich eine beachtliche Läuferschar, um den prominenten Gast willkommen zu heissen. Als weiterer Gast bei den Hüpfern erschien ein Journalist des Rheintalers, der zuerst Chrigel über seine Beziehung zum Rheintal, zu den Donnschtig-Hüpfern und dem Städtlilauf interviewte und danach selbst am Training teilnahm. Es gab gar Donnschtig-Hüpfer, die sich trauten, Chrigel während des Trainings auf den Zahn zu fühlen und dabei keine schlechte Figur abgaben (siehe Strava.com). Das Training wurde als zügiges Fahrtspiel vollzogen und der Journalist konnte mit Chrigel als Pacemaker seine Bestzeit über 10 km verbessern.

Nach dem Training begab sich der grosse Teil der Läufer ins Restaurant Bruggtobel, wo bei einem leckeren Mahl noch weiter über lauftechnische Belange gefachsimpelt werden konnte. Abschliessend wurde ckr mit einer Tube von Schmids-Sportcreme sowie einer Auswahl von Alex Thürs selbst hergestelltem Wein wieder in die Zürcher Heimat entlassen. Die Donnschtig-Hüpfer hatten riesigen Spass an Chrigels Besuch und freuen sich auf ein Wiedersehen am Städtlilauf oder wiederum im Training der Hüpfer.

Der ckr-Fanblog wünscht allen Lesern und Membern des Fanclubs frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr, während welchem er hoffentlich wieder über zahlreiche Höchstleistungen und Erfolge von ckr zu berichten in der Lage sein wird.

Vorschau auf den Zürcher Silvesterlauf

Morgen findet der Silvesterlauf in Zürich statt. Der traditionelle Stadtlauf durch Zürichs Altstadtgassen bildet auch in diesem Jahr den Abschluss des Post-Cups, für dessen Gesamtwertung es hier die doppelte Punktzahl zu gewinnen gibt. Die Chance auf viele solcher Punkte und der damit verbundenen Verbesserung in der Gesamtwertung, in der er sich aktuell auf Rang 7 befindet, lässt sich auch Christian nicht entgehen. Er startet mit der weiteren Schweizer Langstreckenlauf-Elite im Hauptrennen um 14:20 Uhr. Der Fanclub wird an der Strecke für Unterstützung sorgen und freut sich auf den Anlass.

Chrigel befindet sich bereits wieder im Training für den nächsten Marathon im April 2015 in London. Er hat gut trainiert, bereits einen zügigen Longrun absolviert und ist in diesem Winter bisher von Erkältungen verschont geblieben. Damit sind die Vorzeichen gut, dass ckr seine 3. Plätze, die er in der Post-Cup Wertung in Bulle und Basel belegte, in Zürich bestätigen kann. Die mathematischen Spielereien hinsichtlich der Cup-Gesamtwertung überlässt der Titelverteidiger von 2013 jedoch seinen Konkurrenten, da Chrigel wegen des EM-Marathons auf die ersten beiden Post-Cup-Rennen verzichtet hat und ihm deswegen einige Punkte fehlen. Im gleichen Rennen stehen auch Chrigels Trainer Rubén Oliver und Fanclub-Vorstandsmitglied Adrian Marti am Start, wobei es sowohl für Christian als auch die beiden anderen eine Enttäuschung wäre, wenn ckr am Silvesterlauf nicht der Schnellste des Trios sein würde.

Als besondere Ehre betrachtet Christian die Einladung, die er zu den Sport-Awards am Sonntagabend erhalten hat, die er zusammen mit seiner Freundin besuchen wird. An diesem Anlass kann ckr die Luft der Schweizer A-Prominenz des Sports schnuppern und er hofft, dass sportlich etwas von den Profis auf in abfärbt, wobei nicht ganz klar ist, ob nicht auch der eine oder andere Promi sich ein Beispiel an Chrigel nehmen könnte.

Fanclubtreffen 2014

Am Samstag, dem 22. November 2014 fand das jährliche Treffen des Fanclubs von Christian Kreienbühl im Restaurant Bauhof in Rüti statt. Ab 18 Uhr fanden sich Christian, seine Freundin und Familie, sowie gut 20 Fans im gemütlichen Lokal ein. Gestartet wurde der Abend mit einem Apéro, bevor Adrian zum ersten und wichtigsten Programmpunkt des Abends, einem ausgedehnten Jahresrückblick, gelangte. Auf gewohnt humorvolle Art rief Adrian die wichtigsten Ereignisse in Chrigels Sportlerjahr in Erinnerung, was an dieser Stelle noch einmal in (mehr oder weniger) Kurzform wiederholt werden soll.

Das vergangene Jahr begann im November 2013 in Bulle, wo sich der Kreis letzte Woche aufgrund des späteren Stattfindens des Fanclubtreffens im 2014 letzte Woche geschlossen hat. Dazwischen finden sich auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Höhepunkte und glücklicherweise nur wenige Tiefschläge. Ein erstes Highlight fand im November 2013 statt, als Christian die Donnschtig-Hüpfer aus Altstätten mit seiner Teilnahme an einem knallharten Rheintaler-Training beehrte. Dieses führte weder bei Chrigel noch bei den Hüpfern zu nennenswerten Schäden, womit der Besuch als Vereinshighlight in die Geschichte der Hüpfer eingehen dürfte. Im Mai 2014 startete ckr als Mitglied des TV Oerlikon unter der Leitung seines Trainers Rubén Oliver in dessen SOLA-Team. Trotz Streckenbestleistung von Chrigel auf dessen Etappe, gereichte es dem Team des TV Oerlikon „nur“ auf den 2. Rang der SOLA Stafette. Es wurde ein weiteres, wohl aber auf längere Sicht das letzte Mal von den Brownschen Spaziergängern in die Schranken gewiesen. Als Tiefschlag muss sicher die Verletzung zu Beginn des Jahres bezeichnet werden, welche es Christian in der ersten Phase des Aufbaus zur Heim-EM in Zürich verunmöglichte, dem gewohnten Trainingsbetrieb nachzukommen. Glücklicherweise konnte Chrigel die gesundheitlichen Probleme recht rasch ablegen und mit voller Motivation ins Projekt Zürich 2014 starten, welches er wie bereits landläufig bekannt, als dritter Mann des Schweizer-Teams zu einem höchst erfolgreichen Abschluss brachte. Besonders bemerkenswert an Christians Auftritt war die Tatsache, dass er bereits kurz nach dem Zieleinlauf in der Lage war, sich auf erfrischende Art und Weise sowie auf höchst professionellem Niveau, ähnlich wie man es sonst im Schweizer Sport nur von Viktor Röthlin oder Roger Federer gewohnt ist, sogar in Französisch den Fragen der Reporter  zu stellen und seine Freude über die vollbrachte Leistung zum Ausdruck zu bringen (Interview auf srf.ch). Seit den Tagen der EM hat sich in der öffentlichen Wahrnehmung von Chrigel einiges geändert, es wird deutlich mehr Notiz von seinem sportlichen Wirken genommen, was zweifelsohne auch an seinem kommunikativen und einnehmenden Wesen liegt. Nach den Europameisterschaften folgte eine verdiente, ausgedehnte Trainingspause, während der die Batterien aufgeladen, die Ankunft in der Cervelat-Prominenz genossen und neue Motivation getankt werden konnte. Seine Funktion als Laufbotschafter hat Christian am Altstätter Städtlilauf wahrgenommen, an dem er zwar selber nicht startete, dafür von den Organisatoren als Ehrenstarter des Hauptrennens gewonnen werden konnte. Umso grössere Ausdauer zeigte ckr an den nach-wettkampflichen Aktivitäten, z.B beim Besuch im „Anker“ von Fanclub Goldmember Rats. Der Fanblog plaudert keine Interna aus, die Polizeistunde wurde aber deutlich überschritten… Ins Wettkampfgeschehen hat Chrigel im Herbst am Niederbipper Waffenlauf wieder eingegriffen, den er nicht ganz unerwartet mit neuem Streckenrkord gewonnen hat. Niemand war auch nur annähernd in der Lage, ckr zu folgen, was im immensen Vorsprung von beinahe 8.5 min deutlich zum Ausdruck kam. Nach dem Ausflug ins Waffenlauf-Business war Chrigel an der Corrida Bulloise wieder im Rahmen des Post-Cups unterwegs, der in diesem Jahr auf Grund veränderter Saisonplanung keine tragende Rolle spielt, Christian als Titelverteidiger von 2013 aber an einigen Rennen teilnehmen wird. In Bulle hat Christian in seinem ersten schnellen Rennen über die kürzere Distanz von 8 km in 24:31 min den 10. Rang Overall sowie den 3. Rang in der Post-Cup Etappenwertung erreicht.

Nach dem Rückblick auf das vergangene Jahr des Fanclubs, schilderte Chrigel noch einmal seine Eindrücke des EM-Marathons in Zürich und die Gefühle, die dieser in ihm weckte. Der Fanclub ist stolz, dass seine Mitglieder ihren kleinen Beitrag zu diesem tollen Ereignis liefern konnten. Als Abschluss des offiziellen Teils des Abends, verteilte Christian noch Geschenke an die Mitglieder des Vorstandes, um seine Wertschätzung für deren Einsatz auszudrücken. Anschliessend lud das Team des Restaurants Bauhof zum Nachtessen ein. In der Einladung zum Treffen wurde ein Spaghetti-Plausch angekündigt. Der Bauhof indes verwöhnte die Gästeschar mit einem exzellenten Rinds-Entrecote „Cafe de Paris“, wofür an dieser Stelle noch einmal herzlich gedankt sei. Das Fanclubtreffen endete gegen Mitternacht, auch dieses Mal bewiesen die Kreienbühls die grösste Ausdauer…

Fotogalerie des Fanclubtreffens. Fotos: Matthias Kreienbühl

In 6 Jahren vom Sofa zur EM-Bronzemedaille

Die Leichtahletik-Europameisterschaften von Zürich sind mittlerweile schon wieder Geschichte und Dank der vorzüglichen und umfassenden Berichterstattung von SRF ist zum Marathonlauf der Männer schon beinahe alles gesagt, was es zu berichten gibt. Der Fanclub lässt es sich nicht nehmen, den Marathon aus seiner persönlichen Sicht Revue passieren zu lassen.

„Moinmoin. Bis später. Freu mi unglaublich!!“ war das erste Whats-App von Christian um 05:02 Uhr. Wir glauben das Christian aufs Wort, denn nach intensiven Jahren der Vorbereitung und unzähligen gelaufenen Kilometern ist endlich der Tag gekommen: Sonntag. 17. August. 2014. Schönstes Wetter. EM-Marathon! Attackovic! Natürlich nicht nur Christian, sondern auch sckr Fanclub is ready!eine Familie, Bekannten, der Fanclub und Zehntausende laufbegeisterte Schweizer haben auf diesen Tag hin gefiebert. In Strömen machen sich die Fans auf ans Zürcher Seebecken, viele davon mit Schweizer Fahnen, Kuhglocken und roten-weissen T-Shirts um unsere Schweizer Läufer lautstark zu unterstützen. Eine beachtliche Anzahl Mitglieder des Fanclubs traf sich bereits um 8:00 Uhr in der Nähe des Sechseläutenplatzes Zwecks schiessen eines Gruppenfotos und dem Kredenzen der Verpflegung, welche den Fanclub-Membern im Voraus von Goldmember Rats zugestellt wurde. Besonders schön war, dass Fredi nach seiner Erkrankung am Marathon zuschauen und Christian lautstark unterstützen konnte.

Der Aufmarsch

Wie man selbst von einem alten Hasen wie Viktor Röthlin vernehmen konnte, hat auch er nicht besonders gut vor diesem ereignisreichen Tag geschlafen – Stichwort: Omelett – und es ist zu vermuten, dass es Christian nicht viel anders ergangen sein wird, denn die Erwartungen an das Schweizer Marathon Team waren ja doch ziemlich hoch. Christian bei 10kmSo ganz klar gesagt hat es kaum einer, aber insgeheim haben viele mit einer Medaille gerechnet und so den Druck auf die Athleten und deren Nervosität entsprechend erhöht. Aber wie beim Marathon so üblich fällt die ganze Nervosität mit dem Startschuss ab und man ist auf das Rennen fokussiert. Zumindest so fokussiert wie es die Zehntausenden Fans und der durch die Perma-Gänsehaut verursachte Armhaarmuskel-Muskelkater zulassen. Die Spitze ging das Rennen wie gewohnt schnell an, doch unser Taktikfuchs liess sich von den Schnellen, den Jungen und den Übermotivierten nicht aus der Ruhe bringen und lief ruhig sein Tempo. So passierte Christian die 10km-Marke in 32:23 auf Rang 45. Von seinen Schweizer Kollegen startete nur Patrick Wieser gemächlicher ins Rennen. Ab dort ist das Rennen bis Km 40 schnell erzählt: Unsere beiden Marathon-Asse Vik und Tade konnten das Tempo nicht ganz halten und beendeten das Rennen auf dem 5. und 9. Schlussrang.

Glück muss man haben

Zu diesem Zeitpunkt lag das Schweizer Marathon-Team noch auf Rang 4 und es war klar, dass es denkbar knapp mit einer Team-Medaille werden würde. Doch manchmal braucht man eben auch Glück. Glück heisst in diesem Fall, dass der Goldmedaillengewinner Meucci sich viel Zeit beim Schnappen der italienischen Fahne und dem Feiern des EM-Titels auf der Zielgeraden gelassen hat. Glück heisst, dass Vik volle Kanne ins Ziel rannte und sich erst nach dem Zieleinlauf auf der Zielgeraden für seine grosse Karriere feiern liess. Und Glück heisst auch, dass Christian zur richtigen Zeit, die richtige Information erhalten hat. Die richtige Zeit war bei der Verpflegungsstelle 2km vor dem Ziel und die richtige Information war, dass er Guzzi geben muss, denn es ist saumässig knapp. Mit seinem perfekt eingeteilten Rennen hatte Christian noch genau die zwei Körner übrig, um die letzten beiden Kilometer in 3:16 und 3:09 zu laufen und so einem Rückstand von 11″ in einen Vorsprung von 10″ auf das italienische Team zu verwandeln und der Schweiz die EM-Bronzemedaille im Teamwettbewerb zu sichern!

Das Zünglein an der Waage

Das Interview auf SRF kurz nach dem Zieleinlauf ist unglaublich und auch beim x-ten Mal anschauen immer noch unterhaltsam. Vik und Tade haben die Basis für diese Medaille gelegt, aber unser gänsehautgeschädigter Laufheld war am Ende das Zünglein an der Waage, das den Ausschlag zu Gunsten der Schweiz gegeben hat. In der SRF-Analyse hat kein geringerer als Markus Ryffel Christians Leistung speziell gewürdigt, was in der Leichtathletik-Szene einem Ritterschlag gleichkommt.

Gratulationen

Nach dem Zieleinlauf war unser Sprinter ein gefragter Interviewpartner und auch für seine Angehörigen war es nicht ganz einfach, an Christian heranzukommen. Dank der Hilfe von Christoph Menzi (für Insider: nicht dem c.) war es Valentina dann doch vergönnt, im abgesperrten Bereich Christian einen Gratulationskuss zu geben. Vielen Dank an dieser Stelle! Unter den unzähligen Gratulanten war per iMessage auch noch ein gewisser Didier Burkhalter, seines Zeichens Président de la Conféderation. Woher er Christians Nummer hatte, wird wohl immer (s)ein Geheimnis bleiben…

Der Fanclub vergöttert dich

Die ursprünglich auf 17:45 Uhr angesetzte Siegerehrung wurde zuerst auf 14:50 Uhr vorverschoben, dann wegen dem unauffindbaren französischen Marathonteam wieder nach hinten verschoben. Als die Franzosen dann endlich auffindbar waren, musste das Schweizer Team zu einem Interview. Nichsdestotrotz ging es kurz nach 15:30 Uhr los und wir durften bei gehisster Fanclub-Fahne miterlebenDie Fanclub-Fahne im Stadion, wie unsere Marathonhelden vor einem (fast) vollen Stadion in Achtungsstellung die wohlverdiente Bronzemedaille umgehängt erhielten. Anschliessend wurden unsere Marathonis in Richtung des stadioninternen Restaurants abgezügelt, wo diese mit Burger, Pommes und Bier standesgemäss verpflegt wurden. Und dort durfte dann endlich auch seine Familie, der Fanclub und seine Freunde Christian beglückwünschen und mit ihm auf den wohlverdienten Erfolg anstossen. Nach einigem Posieren, Prosten und Prahlen ging es später in Richtung House of Switzerland zum grossen Empfang der #SwissStarters auf dem Sechseläutenplatz. Unterwegs dorthin durfte Christian in Begleitung seiner Bewunderer Autogramme verteilen, für Fotos posieren und natürlich über dieses und jenes Marathonerlebnis berichten. Wir hoffen, dass nebst dem Armhaarmuskel-Muskelkater nicht noch ein Unterschriftengebenhandgelenks-Knorpelschaden oder eine Fotoposierschulterhebe-Luxuation hinzugekommen ist.

Einfach Danke!

Christian, es war ein wunderschöner Tag, den wir mit Dir, Deiner Familie und dem Fanclub erleben durften. Du hast uns staunen lassen, du hast uns mitfiebern lassen und am Ende hast du uns jubeln und feiern lassen! Wir danken dir von ganzem Herzen für diesen einzigartigen Tag und geniesse Du den wohlverdienten Erfolg. Vor einem Jahr hiess es noch „In 5 Jahren vom Sofa an die WM„, jetzt heisst es „In 6 Jahren vom Sofa zur EM-Bronzemedaille“. Und um es mit Deinen Worten zu sagen: „Äs isch unglaublich!“

Stadion - Medaille 1

Noch 10 Tage!

Programm für den 17. August 2014
Europameisterschaften (Marathon) Zürich

07:45
Treffpunkt zwischen Sechseläuten-Platz und Bellvue am See
(Karte: http://tinyurl.com/ma4ad69 / Streetview: http://tinyurl.com/qexbs8j )

07:45
Verteilung der übrigen Fan-Glocken & Frei-Bier für die ersten 24 Fans
(Danke Rats!)

08:00
Gruppen-Foto mit allen Fans (möglichst in Rot/Weiss), danach verteilen wir uns frei auf der Strecke

09:00
Startschuss Marathon (Bürkliplatz)

11:05
Erste Läufer im Ziel (Bürkliplatz)

11:10 (ca.)
ckr im Ziel (Bürkliplatz)

Strecke (4 Runden)
Bürkliplatz – Central – ETH Polyterrasse – Bellevue – Zürichhorn – Bellevue
http://www.zuerich2014.ch/group1/marathon-gehen
(Es gibt Public-Viewing Grossbildschirme auf dem Sechseläuten- und dem -Platz und auf dem Bürkliplatz.)

Kurzbericht über den Leistungstest auf der EM-Strecke

Die erste Hälfte des Jahres 2014 gehört bereits der Vergangenheit an und der Fanclub wird wieder etwas aktiver. Es geht in grossen Schritten in Richtung Leichtathletik-EM in Zürich.

Der Fanclub-Berichterstatter Fredi, der sich jeweils für die originellen Artikel verantwortlich zeichnete, verbrachte die letzten 3 Monate leider im Spital infolge eines Zeckenbisses und der Diagnose FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis). Der Zustand hat sich mittlerweile etwas gebessert und der Fanclubvorstand freut sich jeweils über die positiven Fortschrittmeldungen aus der Reha. Von dieser weniger erfreulichen Nachricht zu den sportlichen Leistungen unseres Schützlings.

Anfang Jahr wurde Christian von einer Verletzung zurückgebunden. Eine Vorstufe eines Ermüdungsbruches wurde diagnostiziert. Diese ist nun ausgeheilt und wir hoffen, dass die letzten sieben Wochen der bevorstehenden EM-Vorbereitung planmässig und verletzungsfrei verlaufen werden.

Am letzten Sonntag fand eine (Teil-)Streckenbesichtigung des EM-Marathons im Renntempo – oder gar etwas schneller – statt. Am Sonntagmorgen um 7.30 Uhr in der Früh fiel der Startschuss. Gestaffelt wurde jede Minute eine Läuferin / ein Läufer der selektionierten Frauen und Männer auf die Strecke geschickt. Für die Männer galt es 5 Testrunden zu absolvieren, für die Frauen deren 4. Der Start und das Ziel befanden sich am Bellevue. Die Strecke führte via Limmatquai den Hirschengraben hoch zur Polyterrasse und über ETH und Universität wieder zurück zum Bellevue. Jeweils auf der Polyterrasse oben, sowie unten am Bellevue wurde Blut für die Laktatmessung abgenommen. Jeder Athlet wurde von einem Betreuer auf dem Fahrrad begleitet und Kreuzungen mit Helfern gesichert. Somit herrschten schon fast Rennbedingungen, zumal die Sportler unterwegs verschiedentlich von Passanten angefeuert wurden. Obwohl die Trams in Zürich nicht für Gentlemen-haftes Benehmen bekannt sind, liess sogar ein gütiger Tramfahrer beim Hirschengraben Christian den Vortritt zum Überqueren der Strasse. Ob auf der Polyterrasse die Velobegleiter oder Christian die höheren Laktatwerte auswiesen, bleibt offen.

Unser Schützling spulte seine Runden präzise wie eine Schweizer Uhr ab. Auf jeder Runde wurden die Zwischenzeiten für die jeweiligen Streckenabschnitte gemessen: flache Strecke, Bergstrecke und Downhill. Christian rannte die Streckenabschnittszeiten regelmässig und die grösste Zeitdifferenz zwischen der schnellsten und der langsamsten Runde war lediglich 5 Sekunden. Auf der Fläche lief er in einem Tempo von ungefähr 3:10 pro Kilometer, aufwärts mit einem Schnitt von ca. 3:30 und Downhill mit einer 2:55-er Pace.

Deshalb schliesst der Fanclubvorstand daraus, dass sich Christian mit der EM-Strecke angefreundet hat. Mit seinem Testergebnis war er jedenfalls zufrieden – er befindet sich auf Kurs für die Heim-EM.

Die Vorfreude auf diesen „once in a lifetime“-Anlass und die zahlreichen Fans am Strassenrand ist beim Fanclub und Christian bereits riesig! Für Gold- und Silberfans gibt es wie bereits angekündigt noch ein Überraschungsgeschenk, an welchem auch Cooly seinen Spass haben wird.

Überraschungsgeschenk für alle Silber & Gold ckr-Fans

Liebe Gold und Silber ckr-Fans

Bereits in 60 Tagen findet das sportliche Highlight des Jahres 2014 statt. Nein, nicht der Fussball-WM Final, sondern der EM-Marathon in Zürich mit Christian als Teilnehmer! Christian befindet sich bereits seit längerem in den EM-Vorbereitungen – zur Zeit in St. Moritz. Nach Verletzungspause anfangs Jahr laufen nun die Trainings wieder nach Plan!

Nach der WM in Moskau im letzten Jahr, ist die EM in Zürich bereits der zweite internationale Grossanlass für ckr und seinen Fanclub. Für die Heim-EM erwarten wir natürlich eine ausgelassene, rot/weisse Stimmung an der Strecke!

Der ckr-Fanclub (und natürlich vor allem Christian) würde sich über möglichst viele Fans am Strassenrand freuen. Also folgendes Datum sofort in die Agenda eintragen:
· Sonntag, 17. August
· Start: 09:00 Bürkliplatz, Zürich
· Strecke: Plan
Es werden für die Zuschauer des Marathons natürlich keine Tickets benötigt.

WICHTIG:
Falls Du im Sinn hast am 17. August als Fan an der Strecke zu stehen, schicke uns doch bitte bis spätestens 1. Juli eine kurze Email. Wir werden denjenigen ein kleines Überraschungsgeschenk schicken/überreichen, welches Ihr während des EM-Marathons gut gebrauchen könnt und woran nicht nur ckr, sondern sicher auch Cooly seine helle Freude haben wird!

Wer noch nicht Silber- oder Gold-Fan ist, kann sich hier anmelden.

Sportliche Grüsse,
ckr-Fanclub Vorstand

Schneller als die Post

Zuverlässig und schnell. Dies sind zwei Attribute, mit welchen man im Allgemeinen die Schweizerische Post, den Namensgeber und Hauptsponsor des Post-Cups in Verbindung bringt. Zuverlässig und schneller als notwendig hat Chrigel heute Nachmittag am Zürcher Silvesterlauf seine Expresssendung punktgenau abgeliefert.

In einem sehr spannenden Rennen, das unter der Jahreszeit entsprechenden kühlen aber trockenen und insgesamt als ideal zu bezeichnenden Bedingungen stattfand, ist ckr auf den 10. Rang Overall gelaufen. Die eindrückliche Leistung in nüchternen Zahlen ausgedrückt: 9 km, 27:06.5 min, 3 min/km. In der Post Cup Wertung finishte er hinter Bächtiger, Lehmann und Kyburz auf dem 4. Rang, verwaltete damit seinen Vorsprung aus den ersten vier Rennen souverän und lief seinen ersten Gesamtsieg im Post Cup ungefährdet nach Hause.

Der Fanblog – ausnahmsweise ebenfalls in der FedEx-Liga anstatt mit dem Tempo einer verirrten Brieftaube – schliesst sich den zahlreichen Gratulanten an und verneigt sich vor Chrigels konstanten Spitzenleistungen, die er im diesjährigen Post-Cup erbracht hat.

Wir hoffen, dass wir in Kürze noch etwas eingehender auf das Rennen in Zürich, die vergangene Saison und das erste Jahr unseres Fanclubs zurückblicken und wünschen unseren Lesern frohe Festtage.

Ausblick auf den Zürcher Silvesterlauf

Der Fanclub von Christian wurde am 25. November 2012 um ca. 2 Uhr in der Frühe in Unterwasser gegründet. Hätte sich nicht wenigstens eines der Gründungsmitglieder am darauf folgenden Tag an die Gründung erinnert, würde es uns jetzt gar nicht geben. Welch schreckliche Vorstellung! Nun, das einjährige Jubiläum des Fanclubs haben wir damit schon hinter uns und jetzt kriegt auch der Fanblog seinen ersten Jahresring eingeprägt. Vor einem Jahr meldeten wir uns mit der Vorschau zum Zürcher Silvesterlauf 2012 zum ersten Mal zu Wort, was wir der nicht vorhandenen Tradition folgend, die allerdings hiermit zu einer werden könnte, mangels originellerer Ideen einfach wiederholen werden.

Vor einem Jahr startete Chrigel am Silvesterlauf zu einem Rennen, das für ihn das einzige im Rahmen des Post Cups war und welches ganz im Zeichen des Duells zwischen Viktor Röthlin und Philipp Bandi stand. Letzterer feierte in Zürich seinen Abschied vom Leistungssport und beschenkte sich selber mit dem Sieg im Post Cup. Chrigel lief als 9. Overall und 3. der Post Cup-Wertung ein mehr als solides Rennen.

Die Vorzeichen sind nun völlig anders, weil Christian in diesem Jahr seinen Blick als Führender der Gesamtwertung nach Zürich richtet. Aus diesem Grund lohnt es sich, den Zwischenstand ein bisschen genauer unter die Lupe zu nehmen. Chrigel tritt in Zürich mit einem Total von 77 Punkten und einem Vorsprung von 16 Punkten auf Andreas Kempf an. Damit ist klar, dass ckr mit einem 4. Rang in der Post Cup-Wertung den Gesamtsieg unabhängig von den Resultaten seiner Konkurrenten gesichert hätte und wir das Rivella kalt stellen könnten.

Nach Punkten ist Andreas Kempf Chrigels erster Verfolger. Kempf beeindruckte jedoch im laufenden Cup mehr mit Konstanz als mit Spitzenresultaten und Christian sollte bei normalem Rennverlauf in der Lage sein, ihn zu bezwingen. In seiner aktuellen Form drängt sich eher Mario Bächtiger als Hauptkonkurrent um die Post Cup Krone in der Vordergrund. Er gewann die beiden Cupwertungen in Bulle und Basel und am letzten Wochenende setzte er sich gegen starke internationale Konkurrenz am Gossauer Weihnachtslauf gar in der Gesamtwertung durch. Weil Bächtiger auf die ersten Rennen verzichtete und deshalb erst 50 Punkte aufweist, reichte ckr dennoch bereits der 9. Rang zum Sieg in der Gesamtwertung. Anders als wir es von Fussballmannschaften gewohnt sind, die angesichts eines beruhigenden Vorsprungs gleich mehrere Gänge runterschalten und am Ende noch verlieren, wird sich Chrigel nicht auf solche taktische Spielchen einlassen und wie gewohnt das maximal Mögliche anstreben.

Nach mittlerweile definitiv ausgestandener Erkältung (welche im übrigen aus Gründen der Vernunft auch zur Absage seines Einsatzes am Samichlaus-Schwimmen geführt hat) und einigen sehr viel versprechenden Trainings ist das Szenario des Bestätigens des Vorjahresresultats dasjenige, was der Fanclub als möglich einstuft und mit welchem er sehr zufrieden wäre 🙂

Christian startet am Sonntag um 14:20 mit der Startnummer 1 zu seinem Rennen.

Go for the podium!

Viel los im November…

Christian hat die Umfänge und die Pace in seinen Trainings wieder erhöht, der Fanblog befindet sich derweil immer noch im Dornröschenschlaf. Natürlich ist dies ein unhaltbarer Zustand, dem umgehend ein bisschen Abhilfe geschaffen werden soll. Sage und schreibe drei grössere Eregnisse der letzten Zeit haben wir unkommentiert verstreichen lassen:

  • das erste offizielle Fanclubtreffen am 9. November im Restaurant Neuhof in Rüti, zu welchem unsere Silber- und Goldmember eingeladen waren.
  • die Corrida Bulloise (16. November), die dritte Station des Post-Cups in Bulle, an der Christian seine Vormachtstellung im diesjährigen Post-Cup unterstreichen konnte.
  • das Gold-Member Donnschtig-Hüpfer Training vom 21. November

Zu Beginn des Monats trafen sich ein Gold- und zahlreiche Silber-Member, der Fanclub-Vorstand und natürlich unser Athlet im rustikal sympathischen Restaurant Neuhof in Rüti zum ersten offiziellen Fanclubtreffen unserer noch recht jungen Geschichte. Unser Zeremonienmeister Adrian Marti liess Chrigels Leistungen des vergangenen Jahres sowie die Aktivitäten des Fanclubs in einer humorvoll gestalteten Präsentation Revue passieren. Als besonderes Zückerchen wurde ckr am Ende der Vorstellung noch mit Fotografien aus seiner Kinder- und Jugendzeit konfrontiert. Der Umstand, dass er schon in seinen jungen Jahren erfolgreich unterwegs war und die Bilder daher meistens einen vom Podest grinsenden Jung-Chrigel zeigten, lenkten gekonnt von den etwas eigentümlichen Kleidungsstücken dieser Zeit ab. Nach dem „offiziellen“ Teil der Veranstaltung verdrückte die hungrige Gesellschaft eine grosse Menge Spaghetti und liess danach den Abend gemütlich ausklingen.

Die Geschichte der Corrida Bulloise, der dritten Station des Post-Cups ist schnell erzählt: Chrigel vermochte sich nach der Trainingspause mit nur wenigen schnellen Einheiten in den Beinen bereits wieder bis zum Ende des Rennens in der nationalen Spitze zu halten und musste sich erst im Endspurt Mario Bächtiger und Adrian Lehmann geschlagen geben. Overall resultierte daraus der 11. Rang im Rennen, das ausnahmsweise nicht von Tadesse Abraham gewonnen wurde. In der Tageswertung des Post Cups belegte ckr den 3. Rang, womit er seine Führung in der Gesamtwertung souverän verteidigen konnte.

Am 21. November nahm Chrigel die weite Reise vom Zürcher Oberland ins Rheintal unter die Räder, um sich den Donnschtig-Hüpfern im Training zu stellen, welches auf der legendären Eichberger-Runde mit den beiden prestigeträchtigen Sprintwertungen „Eichberger-Sprint“ und „Eichberger-Blöcke-Sprint“ stattfand. Das Training fand unter schwierigsten Bedingungen im Stockdunkeln bei Schneeregen statt. Vielleicht war es der wegen der beschlagenen Brille fehlende Weit- und Durchblick oder aber die Unkenntnis darüber, wo genau die Sprints zu Ende sind, welche Chrigel beide Wertungen gegen einen Exil-Hüpfer verlieren liess, dem bereits einmal der Ehren-Titel „Prahlhans-Hüpfer“ verliehen wurde. Als logische Konsequenz schwoll angesichts dieses Erfolgs dessen mittlerweile etwas schmal gewordene Brust  derart an, dass er kaum mehr durch die Türe des Restaurants Bruggtobel passte, in welchem nach dem anstrengenden Training zuerst gespiesen und danach Chrigel mit einigen Präsenten in Form typischer Rheintaler Erzeugnisse verabschiedet wurde.

Mittlerweile ist mit dem Basler Stadtlauf vom 30. November auch schon die vierte Station des Post Cups passé. Aus Sicht von Chrigel war das ein Wettkampf zum Vergessen, an dem er nach einer knappen Woche Krankheit mit dem Vorhaben startete, sein Punktekonto im Post Cup etwas aufzustocken und die Führung in der Gesamtwertung möglichst zu verteidigen. Beides ist ihm angesichts der Umstände hervorragend gelungen. Das absolut hochklassig besetzte Rennen beendete Christian auf dem 18. Rang, in der CH-bereinigten Post Cup Wertung klassierte er sich auf dem 7. Rang. Damit sammelte er  im Hinblick auf die Cup-Wertung wichtige Punkte und für einen Wettkampf über 7.55 km direkt nach überstandener Erkältung ist eine Kilometerpace von 3:05 (laut STRAVA ergibt sich gar ein Schnitt von 2:58/km über 7.8 km) immer noch höchst respektabel.

Nach dem letzten Stand der Informationen, welche den ckrfanclub-Blogger erreicht haben, wildert Chrigel am nächsten Sonntag in fremdem Revier und verlegt seine nächste sportliche Hochleistungsaktivität ins Wasser. Unglaubliche Fünfundneunzig (95!) Meter gilt es am Zürcher Samichlausschwimmen beim Durchqueren der Limmat hinter sich zu bringen. Brrrrrrrrrr!! Wir hoffen, dass Chrigel alles gesund übersteht und in einer guten Woche am Zürcher Silvesterlauf den Gesamtsieg im Post Cup ins Trockene bringen wird.

Der Guru

„Rheintaler Lauf-Urgestein“, „Guru-Hüpfer“, „Lauf-Weiser“ oder in Anlehnung an den grossen Emil Zatopek die „Hinterforster Lokomotive“. Dies sind einige der Spitznamen, die Alex Thür schon verliehen wurden. Seit letztem Jahr dürfen er und die Altstätter Donnschtig-Hüpfer sich auch noch Gold-Member in unserem exklusiven Club nennen, was der Anlass ist, euch die Rheintaler Laufgruppe und deren Gründer etwas näher vorzustellen.

Guru

Alex Thür (rechts) als Chef der Festwirtschaft am Altstätter Städtlilauf

Die Donnschtig-Hüpfer wurden vor über 20 Jahren von Alex Thür und einem seiner Arbeitskollegen gegründet. Alex stand zu dieser Zeit in der Blüte seiner sportlichen Karriere und zählte zu den besten Läufern der damals noch sehr kompetitiven Waffenlaufszene. Obwohl selber ein leistungsorientierter Wettkampfläufer, war es Alex schon in seiner aktiven Zeit wichtig, seine Erfahrungen weiterzugeben (auch als einer der Gründerväter des Altstätter Städtlilaufs) und den Austausch mit Kollegen beim lockeren Training mit den Donnschtig-Hüpfern – seine damaligen Gefährten würden wohl zu bedenken geben, dass es nur für ihn locker gewesen sei – und beim anschliessenden Nachtessen zu pflegen. „Locker“ ist im Kreise der Donnschtig-Hüpfer ein geflügeltes Wort. Der Schreibende hat während seiner 5 Trainigsjahre im Kreise der Hüpfer einige lockere Trainings miterlebt, während derer es ohne weiteres möglich war, dass schon die vom Städtlilauf bekannte Kugelgasse ca. 0.5 km nach Beginn des Trainings die ersten Opfer forderte, der Sprint hinauf vom Hinterforst nach Eichberg eine weitere Selektion herbeiführte und sich die verbleibenden 5 Läufer auf dem Weg von Oberriet zurück nach Altstätten in 4 Gruppen aufzusplitten vermochten. Solche Trainings lösten beim Guru-Hüpfer Alex stets Kopfschütteln und einen Schwall mahnender Worte aus. Wir wissen allerdings, dass er keinen Deut besser war, was er selber auch unumwunden zugibt. Seiner Meinung nach sollen die jüngeren Läufer, um dereinst ein noch besseres läuferisch Niveau als er selber zu erreichen, nicht alle Fehler wiederholen, die er begangen habe – und das seien so ziemlich alle gewesen, die man sich vorstellen könne.

Der Guru war vor allem ein Spezialist für die kürzeren Waffenläufe. Dies hinderte ihn aber nicht daran, auch am Langdistanz-Waffenlaufklassiker in Frauenfeld Podestränge zu belegen. Zweimal konnte er sich in seiner Kategorie am Frauenfelder als Sieger feiern lassen. Alex war der typische Strassenläufer, den mit der Rundbahn keine innige Freundschaft verband. Eher im Gegenteil zwang ihn diese anlässlich seiner Teilnahme an den Marathon Schweizermeisterschaften, die seinerzeit im Rheintal stattfanden, in Form von beidseitigen Wadenkrämpfen auf den letzten auf der Bahn zu laufenden Metern sprichwörtlich in die Knie. Seine zivilen Marathons lief Alex ausserhalb der Waffenlaufsaision ohne spezifische Vorbereitung mit der Taktik „watt hesch, da hesch“, die in seinem Fall bedeutete, den Halbmarathon deutlich unter 70 Minuten zu passieren und danach ums Überleben zu kämpfen. Aus dieser Harakiri-Taktik resultierte die beachtliche und immer noch bestehende Donnschtig-Hüpfer Marathonbestzeit von 2:23:XX. Am „XX“ ist abzulesen, dass Alex kein grosses Aufhebens um seine Erfolge macht.

Seine Kraft liegt in der Bescheidenheit und Ruhe und man merkt, dass er längst im Leben nach dem Spitzensport angekommen ist und die Bestätigung nicht mehr im Kampf „Mann gegen Mann“ sucht. Das bedeutet aber nicht, dass er die Zeit vertrödeln würde. Alex ist Abteilungsleiter in einem Industriebetrieb in Altstätten, Vater zweier erwachsener und in der Laufszene ebenfalls bekannter Kinder, Haus- und Kleintierzoo-Besitzer (Stichwort „Hinterforster Meerschweinchen-Schwemme“, Studien zur Kompatibilität von Hängebauchschweinen und Zwerggeissen im selben Gehege…). Aktuell ist das Schaffen von Alex und seiner Frau Karin von Kunst, Kultur und Immobilien geprägt. Dies äussert sich so, indem in Altstätten an strategisch günstiger Lage von den Thürs Immobilien erworben werden, die dann in Eigenregie und mit viel eigenem Schweiss aus- und umgebaut werden. All diese Aktivitäten sind auch der Grund, weshalb Alex nicht zu Chrigels erstem Fantreffen erscheinen wird. Weil in seinem neusten alten Haus seine Frau in Kürze ihr Atélier eröffnen soll, nächste Woche zudem der erste Mieter erwartet wird und die Küche erst letzte Woche bestellt wurde, gibt es noch einiges zu erledigen. Wir können aber sicher sein, dass der Guru ruhig Blut bewahren wird.

Chrigels Marathon-PB von Berlin 2012 wurde vom Guru auf Grund des Eindrucks, den er von ckr am Städtlilauf gewonnen hat, praktisch auf die Sekunde genau vorausgesagt, was eine gute aber längst nicht die einzige Erklärung für den Ursprung dieses Spitznamens liefert.

Nach dem Exkurs zu unseren Goldmembern fokussieren wir uns in Kürze wieder voll auf Chrigels sportliche Leistungen. Zuerst laden wir aber morgen unsere Silber- und Goldfans zum 1. ckr-Fantreffen in Rüti ein, lassen das vergangene Jahr Revue passieren und werden vor allem Chrigel und ein wenig auch den Fanclub feiern.

Verankerter Ironman

Christian ist nach seiner 3-wöchigen Trainingspause wieder in den Trainingsalltag eingestiegen und befindet sich im Aufbau für den zweiten Teil des Post-Cups. Da momentan alles in geordneten Bahnen verläuft und es folglich von seiner Seite nichts Spektakuläres zu berichten gibt, nutzen wir die Chance, um euch zwei aussergewöhnliche Vertreter der Laufszene vorzustellen. Es handelt sich um die beiden Goldmember unseres Chrigel-Fanclubs, Alex Thür und Roger „Rats“ Coray, mit dem wir in diesem Beitrag beginnen wollen.

Zu Rogers sehr auffälligem Spitznamen „Rats“ konnte die Fanclub-Redaktion nichts Genaueres in Erfahrung bringen. Völlig abwegig ist es allerdings nicht, dass der Name etwas mit den meist eher unbeliebten Nagern zu tun haben könnte, da auch diese sich durch eine beachtliche Robustheit gegenüber allerlei Widrigkeiten auszeichnen. „Rats“ hat versprochen, das Geheimnis um seinen Namen in seiner Biographie zu lüften.

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Roger Coray am Swiss Alpine Marathon

Stell Dir vor, du stehst voll motiviert und brutal nervös frühmorgens am Start eines Halbmarathons und neben dich gesellt sich eine in breitestem Rheintaler-Dialekt parlierende, dunkel gewandete Gestalt, die möglicherweise noch die Aura einer deutlich zu kurzen Nacht umweht und die deshalb auch bei bewölktem Himmel eine Sonnenbrille trägt, um die schmerzhaften Auswirkungen des gleissenden Tageslichtes auf Sehnerven und Kopf abzumildern. Es wäre möglich, dass du Rats begegnet bist. Selbstverständlich ist dies nicht der Regelfall seiner unmittelbaren Wettkampfvorbereitung, zeigt aber, dass er sich von derlei Nichtigkeiten nicht von seinen Plänen abhalten lässt und seine Ziele mit der den Rheintaler auszeichnenden Gelassen- und Beharrlichkeit verfolgt.

Rats betreibt den Sport fernab der im Ausdauersport leider oft zelebrierten Verbissenheit und zeichnet sich durch seine Lockerheit und einen riesigen Enthusiasmus für den Laufsport aus, der ihn auch zum Goldmember in unserem Club werden liess. Nach einer OK-Sitzung des Altstätter Städtlilaufs zu Beginn dieses Jahres mit anschliessendem Barbesuch in Rats Lokal zeigte sich dieser vom intensiven Werben der Gebrüder Marti hinsichtlich der Vorzüge des Fanclubs eher unbeeindruckt, knallte dafür ein Bündel Banknoten auf den Tisch und merkte an, dass er das mache, weil Chrigel „eifach än geile Siech“ sei, der auch mal gelegentlich Fünfe gerade sein lasse und ein Bier saufe.

Rats ist nicht nur Läufer sondern auch erprobter Iron-Man und Single-Gigathlet. In dieser Königsdisziplin des Ausdauersports hat es ihm leider bislang noch nicht zum Finisher gereicht. Um als Single-Gigathlet den Wettkampf erfolgreich bestreiten zu können, ist die funktionierende Logistik eines eingespielten Teams ebenso wichtig, wie das seriöse Training des Athleten. Der typische Betreuer eines Single-Gigathleten erkennt schon am Verhältnis des Beinhubes zum Winkel des Armschwingens seines Schützlings beim Einlaufen in die Wechselzone, auf welche Temperatur das isotonische Getränk gekühlt und welchen der 35 zur Verfügung stehenden Power-Riegel sein Athlet zu sich nehmen möchte. In krassem Kontrast dazu musste Rats sich schon mit Betreuern herumschlagen, die sich angesichts der beinahe unlösbaren Aufgabe der Beschaffung und des Transports von drei Bechern Bier im unwegsamen Gelände einer Gigathlon-Wechselzone – notabene just zu dem Zeitpunkt, in dem Rats beim Disziplinenwechsel erwartet wurde – schon sehr nahe am physischen und psychischen Kollaps wähnten.

Wie der Text vermuten lässt, muss Roger seinen Lebensunterhalt nicht durch den Sport bestreiten. Das ist auch gut so, weil der Welt sonst ein sehr origineller Barbesitzer fehlen würde. Neben seinem Job in der Verwaltung der Universität St. Gallen betreibt er in Altstätten die Anker-Bar und ist Familienvater. Sicher auch im Namen von Chrigel bedankt sich der ckr-Fanclub bei Rats für den finanziellen Support und die herzliche Bewirtung, die wir jeweils erfahren, wenn wir wieder einmal im Anker einkehren.

Im nächsten Beitrag stellen wir euch die Donnschtig-Hüpfer und deren Gründer Alex Thür vor.

„Voll Rotz“ zum Titel!

Total verrotzt nahm Christian die letzte Vorbereitungswoche für den Greifenseelauf vom letzten Wochenende in Angriff und Mitte der Woche hätten nach Aussage seines Vaters nur die allergrössten Zocker darauf gesetzt, dass ckr in Uster zu seinem nächsten Goldmedaillen-Coup ansetzen würde. Was war geschehen? Mutmasslich waren es die frische Ostschweizer Luft und das vom Trainer verordnete Startverbot am Altstätter Städtlilauf, die dazu führten, dass Chrigels Körper ausnahmsweise auf stur, bzw. seine Nebenhöhlen auf verstopft geschaltet haben. Trotz der heilenden Wirkung der 42 Kräuter im Appenzeller Alpenbitter, der nach dem Städtlialuf prophylaktisch von lokalen Naturheilexperten verschrieben und kredenzt wurde, konnte das Übel nicht mehr vollkommen abgewendet werden.

Nun, der Rest ist mittlerweile schon wieder erfreuliche Geschichte, über welche diverse Medien etwas objektiver und zeitnaher als unser Blog bereits berichteten: Christian hat seinen dritten SM-Einzeltitel gewonnen. Nach demjenigen über 10’000 m auf der Bahn ist dies schon der zweite in diesem Jahr. Herzliche Gratulation auch vom ckr-Fanblog!

Gold-Chrigel mit Cooly

Gold-Chrigel mit Cooly bei der Siegerehrung

Wegen der gerade erst abgeklungenen Erkältung nahm Christian den Greifensselauf mit dem notwendigen Respekt in Angriff. Nach wenigen Kilometern erlangte er die Gewissheit, dass die Seuche einigermassen ausgestanden war, die Beine wie erhofft rollten und somit seinem Angriff auf die SM-Goldmedaille „nur“ noch seine Gegner im Weg stehen sollten. Kenner des Greifenseelaufs wissen, dass dieser selbst in ausgezeichneter Form niemals leicht zu laufen ist, sich der Flow und das Runners-High auf Grund der vielen Richtungsänderungen und dem welligen Streckenprofil nie so recht einstellen wollen. Chrigels Aufgabe gestaltete sich umso schwieriger, als dass er während eines grossen Teils des Rennens den Atem der weiteren SM-Goldaspiranten Michi Ott und Marcel Berni im Nacken spürte und er deshalb zu keinem Zeitpunkt nachlassen durfte. „Auf dem letzten Zacken“, wie Christian gegenüber Swiss Athletics zu Protokoll gab, zeigte er ein weiteres Mal grosse Kämpfer-Qualitäten, finishte das Rennen in der Zeit von 1:08:02 auf dem 10. Rang Overall und verwies Marcel Berni mit einem Rückstand von gut 10 Sekunden auf den zweiten Rang, Michi Ott folgte mit einer knappen Minute Rückstand auf ckr als Dritter der SM-Wertung. Es kann spekuliert werden, dass sich bei diesem üppigen Vorsprung auf den letzten 20 Metern des Rennens bei Chrigel doch noch so etwas wie ein Runners-High eingestellt haben könnte.

Chrigel verabschiedet sich nun in die Trainingspause, welche er nach dem WM-Marathon wegen des Starts zum diesjährigen Post Cups um einige Wochen hinausgezögert hatte. Diese nicht ganz risikofreie Strategie scheint sich voll ausbezahlt zu haben. Christian hat die ersten beiden Rennen des Post Cups gesund und überaus erfolgreich überstanden und wird im Spätherbst an der Corrida Bulloise als Führender der Zwischenwertung starten.

Rekonvaleszenz-Sprint in den Bergen

Normalerweise ist es nicht der Stil des ckrfanclub-Blogs, die Aufmerksamkeit seiner geneigten Leserschaft mit Eil-, Kurz- und anderen Meldungen im effekthascherischen Stil der Social Media zu gewinnen. Weil der Schreibende am kommenden Wochenende selber als Organisator des Altstätter Städtlilaufs im Einsatz stehen wird, muss jedoch wegen Zeitmangels auf dieses Mittel zurück gegriffen werden.

Christian ist gestern Abend an der traditionellen, zur Post-Cup zählenden Jungfrau-Meile in Interlaken gestartet. Anders als der Jungfrau-Marathon vom Samstag findet die Meile auf flacher Strecke statt. Die Schwierigkeit dieses Rennens – insbesondere aus Sicht eines Marathonläufers – liegt denn auch nicht in der Topographie sondern in der Kürze der Distanz. Chrigel war knapp einen Monat nach dem WM-Marathon schon wieder in der Lage, seine Langsprint-Qualitäten auszuspielen und ist in 4:09.96 mit einer Pace von 2:35/km auf den 5. Rang Overall gelaufen und dürfte den einen oder anderen Mittelstrecken-Spezialisten in eine Sinnkrise stürzen.

Heute begrüssen wir Christian in Altstätten am Städtlilauf. In diesem Jahr wird er selber (leider) auf der Strecke nicht wettkampfmässig im Einsatz stehen, sondern für einmal als Supporter seiner Familie auftreten.