Nach dem Fanclubtreffen ist vor dem Silvesterlauf

Der ckr Fanblog meldet sich nach überstandener erster Winterschockstarre mit einem kurzen Rückblick auf das Fanclubtreffen, welches bereits vor zwei Wochen stattgefunden hat und gerade noch rechtzeitig mit dem Ausblick auf den morgigen Silvesterlauf in Zürich, für den auch Chrigel gemeldet ist.

Bereits zum zweiten mal nach 2016 fand das Fanclubtreffen heuer in der Pizzeria Roma in Bubikon statt. Der Wechsel des Lokals war auch dem erfreulichen Umstand geschuldet, dass das Fanclubtreffen in den letzten Jahren auf immer grösseres Interesse gestossen ist und wir dieses Jahr wieder auf das grosszügige Platzangebot und die leckeren Menüs des Roma zurückgreifen durften.

Etwa 40 Gold- und Silbermember waren anwesend, als am 25. November um ca. 18 Uhr zum Apéro geladen wurde. Traditionsgemäss liess unser Zeremonienmeister Adrian danach Chrigels Jahr Revue passieren. In diesem Jahr hat ckr nur eine kleine Anzahl Wettkämpfe bestritten. Im Rückblick war gar nur von Chrigels Sieg am Altstätter Städtlilauf und der geknackten EM-Limite am Berlin-Marathon die Rede. Sein Sieg am diesjährigen Niederbipper Waffenlauf ging in der unüberschaubaren Menge der Wettkampfresultate von 2017 offenbar unter. Läuferisch stand Chrigis Laufjahr klar unter dem Motto „Qualität geht vor Quantität“. Ebenfalls im Fokus stand im Rückblick natürlich auch Chrigels und Valentinas Highlight des Jahres, ihre Hochzeit am 1. Juli, den ein grosser Teil der Anwesenden live miterleben durfte. Abschliessend versuchte Adi aufzuschlüsseln, was die Geheimnisse von Chrigels Erfolg sind. Kurz zusammengefasst kommt er zum Schluss, dass es die Kombination von unbestreitbar vorhandenem Talent, kluger Trainingsplanung, optimaler Betreuung, Chrigels Lockerheit und seiner Sozialkompetenz ist.

Einige Impressionen des Fanclubtreffens:

Fotos: Matthias Kreienbühl

Morgen ist wieder Zeit für den Zürcher Silvesterlauf. Zwischen zwei Weihnachtsshoppingwahnsinn-Sonntagsverkäufen gehören Zürich Gassen traditionsgemäss wieder den Läuferinnen und Läufern. Chrigels Start am morgigen Eliterennen (Start um 13:25) war bis vor kurzem noch ungewiss, da er während der letzten Woche noch von einer Erkältung und Husten geschwächt war. Nachdem sein Achillessehnen-Problem einen Start bereits in 2016 verhinderte, hat er sich nun aber für seine Teilnahme entschieden.

Seit letztem Jahr finden die Eliterennen in einem geänderten, vor allem für die Zuschauer deutlich attraktiveren Modus statt: gelaufen wird auf einer sehr kurzen Runde ums Fraumünster. Die Anzahl zu laufender Runden sowie die Gesamtdistanz sind auf der Homepage des Laufs nur gut versteckt unter den Zuschauerinfos zu finden. Es sind 14 Runden à 385 m zu laufen, was eine Distanz von 5.3 km ergibt. Im Verlaufe des Rennens werden nach jeder weiteren Runde die letztplatzierten Läufer aus dem Rennen genommen. Für die Zuschauer ist das Rennen spannend zu verfolgen und es bleibt zu hoffen, dass die Organisatoren in diesem Jahr den Überblick behalten und nicht wie im Rennen der Frauen 2016 eine potentielle Podestläuferin aus dem Rennen kommandieren.

Mit Spannung können wir Chrigels Auftritt erwarten. Einerseits war die unmittelbare Vorbereitung (wieder einmal) nicht ganz ohne Komplikationen und ausserdem muss sich Chrigel im sehr kleinen, hochklassig besetzten Feld als bekennender Langsamstarter und Langstreckenspezialist sputen, damit er das Rennen nicht schon zu früh beenden muss.

Der Fanblog drückt die Daumen und hofft, den einen oder anderen Fan an der Strecke anzutreffen.

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Berlin – immer wieder eine Reise wert

Gestern war er also wieder, der Tag-X, den jeder Marathonläufer herbeisehnt und ihm mit stetig steigender Spannung entgegenblickt. Man fängt an, ganz genau in den Körper hineinzuhören und entwickelt in den letzten zwei Wochen vor dem Marathon, während derer der Trainingsumfang massiv zurückgeschraubt wird, zuweilen recht hypochondrische Zustände. Für Chrigel war Tag-X dieses Herbstes der Berlin-Marathon, den er zum dritten mal nach 2012 und 2015 in Angriff nahm. Von Verletzungen und Krankheit blieb ckr in seiner (zu) kurzen Vorbereitungsphase auf Berlin seit Juli verschont und auch die eingangs erwähnten Taperingwochen hat er schadlos überstanden, so dass er gestern gesund und motiviert pünktlich um 9:15 Uhr zu seinem ersten Marathonlauf seit Rio 2016 startete. Die herrschenden Temperaturen waren fürs Laufen eigentlich ideal, der Wind schwach, allerdings schien Petrus den später am Sonntag stattfindenden Wahlerfolg der AfD vorauszuahnen und schickte pünktlich zum Start erste Regenschauer über die Strecke.

Im Marathon gilt es, auf den ersten Kilometern ins Rennen zu finden, sich in einer Gruppe mit der richtigen Pace zu platzieren und sich damit kraftsparend möglichst weit ziehen zu lassen. Dieser Einstieg ins Rennen ist Chrigel dieses Mal nicht optimal geglückt. Zuerst war die eine Gruppe zu schnell, die andere zu langsam, so dass er schon früh alleine auf der Suche nach dem richtigen Platz unterwegs war. Christian selber bezeichnete es als Art Weckruf, was ihm etwas bei km 18 wiederfahren ist: ein Konkurrent ist ihm auf den Schuh getreten, worauf sich ckr als Asphaltsurfer versuchte und er sich bäuchlings rutschend auf dem Asphalt fortbewegen wollte. Das war das einzige mal, dass Chrigel froh war über die nassen Verhältnisse, weil dadurch die beim Vorfall entstehende Reibungsenergie geringer und die auftretenden Schürfwunden weniger heftig ausfielen, als dies bei trockener Strasse der Fall gewesen wäre. Der Schuldige des Malheurs zeigte sich sehr fair, half Chrigel beim Aufstehen und führte ihn wieder an die Gruppe heran. Danach war ckr aber wach und der Rest des Renens verlief, wie wir es von ihm gewohnt sind: den Halbmarathon passierte er in 1:09:10 h, danach setzte er zum für ihn typischen Negativsplit an, absoliverte die zweite Hälfte 63 s schneller als die erste und finishte in 2:17:17 h. Chrigel war damit der zweitschnellste Schweizer hinter Adrian Lehmann, der das Rennen in 2:15:12 beendete. Damit stehen Adi und ckr in der Selektionsrangliste für die EM 2018 in Berlin an erster und zweiter Stelle. Selbstverständlich ist damit zu rechnen, dass Tadesse Abraham nach überstandener Verletzungpause und erfolgreichem Comeback am Greifenseelauf die Selektionszeit im Marathon von 2:19:30 ebenfalls deutlich unterbieten wird. Chrigel und Adi können aber der Nominierung für den EM-Maraton vom 12. August 2018 durch Swiss Athletics zuversichlich entgegenschauen.

Seit kurzem tritt Christian als Laufexperte für Albis Reisen, den Spezialisten für Marathon-Reisen unter der Leitung von Markus Roth, in Erscheinung. Deshalb waren Chrigel und sein Team nach dem gestrigen Lauf und einer ersten, kurzen Phase der Erholung im Hotel bei der Reisgruppe von Albis Reisen zum Nachtessen eingeladen, an dem ckr von seinen Erlebnissen am Lauftag berichtete, den erfolgerichen Albis-Finishern zum Lauf gratulierte und diejenigen, die das Rennen aufgeben mussten, zum Weitermachen aufmunterte und viel Erfolg für den nächsten Versuch wünschte.

Vom ckr-Fanclub war auch noch Gold-Member Roger „Rats“ Coray aus Altstätten am Start in Berlin. Dessen unmittelbare Rennvorbereitung verlief in einer Art, welche die meisten anderen Leute schon vor dem ersten Laufschritt zur Aufgabe des Rennens veranlasst hätte. Sein Gepäck fand den Weg vom Flughafen Zürich bis ins Hotel bis zu seiner Abreise nicht und so war Rats komplettes Impriovisations- und Organisationsgeschick nötig, um den Berlin-Marathon dennoch in Angriff nehmen zu können. Von diesen Unanehmlichkeiten und dem mässigen Wetter liess er sich aber nicht beeindrucken, finishte ebenfalls und stellte in Berlin sogar eine neue PB auf.

Schon bei früheren Einsätzen von Chrigel wagten zahlreiche Spezialisten eine Prognose der Zeit, die ckr für seinen Marathon benötigen würde. Darin war bisher meist der Rheintaler Laufguru Alex Thür am erfolgreichsten. Auch dieses mal lag er mit seiner Prognose von 2:18:37 nicht weit daneben. Allerdings muss er sich dieses mal von Markus Hagmann, einem anderen Urgestein und x-fachen Schweizermeister im Steeple-Lauf geschlagen geben, der 2:17:12 h vorausgesagt hatte. Auch Rats hat sich in Berlin nicht nur als zäher Marathoni, sondern auch als Prophet für Chrigels Endzeit profiliert, wie das letzte Bild in nachfolgender Galerie zeigt (etwas Interpretationsspielraum ist vorhanden). Gespannt erwarten wir den Kampf der Orakel anlässlich Chrigels nächstem Einsatz.

Chrigel, noch einmal herzliche Gratulation zum famosen Lauf in Berlin 2017, der schon mindestens die halbe Miete für die EM 2018 in Berlin war.

 

 

Berlin 2017 als Sprungbrett für Berlin 2018?

Wir können vermuten, dass für Christian die WM 2013 in Moskau, die Heim-EM 2014 in Zürich, 2016 die EM in Amsterdam und vor allem die olympischen Spiele in Rio aus emotionaler Sicht die bedeutendsten Ereignisse sind. Um an solchen Events teilnehmen zu können, musste Chrigel sich jeweils über die gelaufene Zeit in einem möglichst schnellen Rennen qualifizieren. Im Falle der Disziplin Marathon bietet sich besonders derjenige in Berlin an, auf dessen Strecke auch die meisten Weltrekorde der letzten Jahre gelaufen wurden. Diese Tatsache hat ckr schon 2012 und 2015 genutzt und sich mit seinen beiden schnellsten Einsätzen über die klassische Distanz für die WM in Moskau und die olympischen Spiele in Rio qualifiziert.

Morgen ist es wieder so weit: der 44. Berlin-Marathon findet statt und Chrigel wird auch an der Startlinie stehen. Wie bereits  berichtet, war ckr’s Aufbau auf den Berlin-Marathon wegen der langwierigen Probleme mit der Achillessehne kurz. Seit Anfangs Juli konnte er aber beschwerdefrei und ohne krankheitsbedingte Unterbrüche trainieren. Nach seinem grandiosen Auftritt am Altstätter Städtlilauf vor zwei Wochen sind die Erwartungen an den morgigen Marathon nicht nur beim Fanclub gestiegen. Auch Christian setzt sich zum Ziel, möglichst nahe oder gar unter die Qualifikationszeit von 2:19:30 h für die ebenfalls in Berlin stattfindenden Europameisterschaften 2018 zu laufen.

Im morgigen Rennen wird der Fokus der Berichterstattung sich vor allem auf den Dreikampf der Marathongrössen Kipchoge/Bekele/Kipsang um den Weltrekord richten. Der ckr-Fanblog wird aber genau beobachten, wie sich Christian und die restlichen Schweizer Teilnehmer behaupten.

Go Chrigel, Berlin ist deine Stadt!

Der Start des Berlin-Marathons ist um 9:15, er wird im TV auf ARD und rbb übertragen. Im Web und per App (iOS / Android) kann das Rennen mit Live-Tickern verfolgt werden.

Zurück auf der Siegerstrasse

Am letzten Samstag fand der 32. Altstätter Städtlilauf statt, an dem Christian nach über einem Jahr Pause ins Wettkampfgeschehen zurückgekehrt ist. Soviel sei schon vorweggenommen: Chrigel hat auf eindrückliche Art gezeigt, wer am Städtlilauf auch nach nicht optimaler, sehr kurzer Vorbereitung der Platzhirsch ist. Herzliche Gratulation zum souveränen, ungefährdeten Sieg in Altstätten!

Der Städtlilauf war in diesem Jahr ausnahmsweise eine ziemlich verregnete Angelegenheit. Weil die Temperaturen nicht allzu tief waren und der Regen nicht so stark, wie die Prognosen befürchten liessen, waren die Bedingungen für die Läufer gut. Die Zuschauerkulisse in der Marktgasse und an anderen, üblicherweise gut besuchten Schlüsselstellen der Strecke, litt aber stark unter dem Hundewetter.

Als stärkste Konkurrenz für ckr waren die afrikanischen Stammgäste Nesero, Mohammednur und Abusha, sowie die Einheimischen Fabian Anrig, Armin Flückiger und Wundertüte Florian Suter (Goldsprint oder nicht Goldsprint?) einzuschätzen. Wie immer überliess Chrigel den Sprint um das Goldvreneli einem schnellen Jungspund. Dieses Jahr war der Empfänger des Goldschatzes wieder Florian Suter. Trotz des Sprintefforts beendete dieser das Rennen auf dem sehr beachtlichen 3. Rang.

Der Rest des Rennens war eindrücklich zu verfolgen und ist schnell erzählt. Ab der ersten grossen spulte Chrigi seine Runden in bemerkenswerter Konstanz ab, enteilte sämtlichen Konkurrenten und vergrösserte seinen Vorsprung auf den Zweitplatzierten Fabian Anrig bis ins Ziel auf eine Minute. Christians Zeit bei seinem dritten Sieg in Altstätten ist 26:51 min. Für seinen Rekordlauf von 2012 benötigte ckr 26:17 min und im Jahr 2015 war seine Siegerzeit 26:42 min.

Der Vergleich der Zeiten von 2015 und 2017 liesse den Schluss zu, dass Chrigi in Berlin in der Lage sein müsste, in die Nähe seiner Marathon-PB von 2:13:57 h zu laufen. Die lange und intensive Phase mit alternativem Training im letzten Winter und diesen Frühling hat Chrigels Schnelligkeit auf kürzeren Strecken offensichtlich kaum verschlechtert. Ob und wie sich der kurze Aufbau für den Berlin-Marathon auf ckr’s Leistungsfähigkeit jenseits von 30 km auswirken wird, werden wir am 24. September erfahren.

(Fotos: René Michlig)

Wettkampfpause beendet

Gut ein Jahr nach seinem Einsatz am Olympia-Marathon in Rio findet Chrigels läuferische Wettkampfschöpfungspause endlich ein Ende. Am nächsten Samstag wird er nicht nur als gern gesehener Gast oder Ehrenstarter in Altstätten anzutreffen sein, sondern in Wettkampfausrüstung an der 32. Austragung des Städtlilaufs an der Startlinie stehen und versuchen den jungen Wilden und den afrikanischen Konkurrenten Paroli zu bieten.

Das OK-Team des Städtlilaufs kann von Glück reden, dass der Lauf nicht am letzten Wochenende geplant war. Schon 2014 kam es zu massiven, durch den Stadtbach verursachten Überschwemmungen in Altstätten. Durch die starken Regenfälle in der Nacht vom letzten Freitag auf Samstag wiederholte sich das Szenario, aber auf Grund der damals getroffenen Massnahmen waren die Schäden in diesem Jahr weniger gravierend. Eine Austragung des Städtlilaufs wäre jedoch am letzten Samstag undenkbar gewesen.

Christian ist es sich mittlerweile schon gewohnt, von den Organisatoren des Städtlilaufs in allen möglichen, bereits erwähnten Funktionen eingespannt zu werden. Neu ist in diesem Jahr eine Autogramm(halbe)stunde von Chrigel in Zusammenarbeit mit dem lokalen Geschäft chantal – Schmuck und Uhren, dessen Verkaufslokal sich unmittelbar beim Zieleinlauf befindet. Die Autogrammsession findet am Samstag von 16:30 bis 17:00 statt und wir hoffen auf rege Teilnahme des Publikums.

Im heutigen „Zürcher Oberländer“ ist ein sehr lesenswerter Artikel über ckr, seine anstehenden Wettkämpfe sowie die mittelfristigen Aussichten bis zur EM 2018 zu lesen, den er auf seiner Website veröffentlicht hat.

Nun wünschen der ckr-Fanblog und die Fangemeinde Chrigel bei seinem Wiedereinstieg ins Wettkampfgeschehen viel Erfolg.

Ein Jahr später

Genau heute vor einem Jahr hat der olympische Marathon in Rio stattgefunden. Dies war Christians letzter Wettkampf (abgesehen vom 10 km Charity-Lauf des LGT-Marathons anlässlich seines Poltertages), den er auf Grund des Stellenwertes dieses „once in a lifetime“-Ereignisses trotz seiner ihn schon damals seit längerer Zeit begleitenden körperlichen Beschwerden durchzog. Das Rennen bestritt ckr in seiner gewohnten Dieselstart-Manier und kämpfte sich während des Wettkampfs von ganz hinten bis ins Mittelfeld vor.

Danach blieb Chrigel dem Wettkampfgeschehen leider bis jetzt fern, absolvierte jedoch während des letzten Winters unter Leitung seines Privatcoachs Valentina unzählige Kilometer auf den Langlaufskiern inkl. Teilnahme am Engadiner Skimarathon. Nach der Schneeschmelze verlagerte er sein Alternativtraining vor allem auf die Fahrradstrecken.

Falls man überhaupt von einem guten Zeitpunkt für eine Verletzungspause sprechen kann, wurde Chrigel diese nicht zur schlechtesten Zeit aufgezwungen: nach den olympischen Spielen war vor der Hochzeit, es gab viel vorzubereiten. Über den Poltertag haben wir berichtet, die Hochzeit von Valentina und Chrigel fand am 1. Juli in Samedan statt. Es war ein wunderbarer Hochzeitstag, das Engadiner Wetter zeigte sich dem frisch vermählten Ehepaar von einer viel besseren als prognostizierten Seite und bei der abschliessenden Feier war das Brautpaar wie gewohnt enorm ausdauernd.

Just zur Hochzeit, nachdem ckr seinen Achillessehnen auf Grund der Erfahrungen am Hochzeitsfest damit drohte, die weitere sportliche Karriere als Tänzer zu planen, entschieden sich diese, ihre Tätigkeit wieder aufzunehmen und Chrigel ohne Knurren wieder in Laufschuhen fortzubewegen. Seit Anfang Juli entwickelt sich das Training mit den entsprechenden Umfängen wieder so gut, dass er sich entschieden hat, nach Berlin, der Stätte seiner grössten Erfolge zurückzukehren, um den diesjährigen Marathon zu laufen. Die Ziele lesen sich, wie man es sich von Chrigel gewohnt ist, sehr zurückhaltend: Hauptsache ist das beschwerdefreie Laufen im Training und den anstehenden Wettkämpfen. Als Ziel definiert er für den Berlin-Marathon eine Zeit zwischen 2:30 h und der Limite für die Europameisterschaften 2018 in Berlin, welche auf 2:19:30 festgelegt wurde. Chrigel hat letzte Woche in der Höhe im Engadin einen Longrun über 35 km in einer Pace von 3:41 min/km absolviert. Zieht man den Vergleich zum gleichen Zeitraum in 2015, als er in Berlin mit 2:13:57 h die Limite für Rio lief, hat er diesen Longrun sogar etwas schneller, jedoch bei höherer Intensität absolviert. Wenn man die Pace auf den Marathon hochrechnet, kommt man bei diesem Trainingslauf auf eine Zeit von 2:35 h, also schon sehr nahe bei dem von ckr formulierten Minimalziel. Es ist sicher nicht unrealistisch, dass Chrigel in Berlin schon sehr nahe an oder gar unter die EM-Limite laufen wird. Bei dem aktuell herrschenden Niveau in der Schweizer Marathon-Szene kann man jedoch damit rechnen, dass eine Zeit von 2:19.30 nicht ausreichen wird, um in Berlin an der EM 2018 dabei zu sein. Daher betrachtet Christian den Berlin-Marathon von diesem September auch als Test und Vorbereitung für einen schnellen Qualifiktions-Marathon im Frühling 2018.

Wie immer steht aber zwei Wochen vor dem Berlin-Marathon noch der Altstätter Städtlilauf an, bei dem Chrigel in den letzten Jahren immer dabei war, ob als Läufer, Ehrenstarter oder gern gesehener Gast und Ehren-Rheintaler. In diesem Jahr wird er wieder in den Wettkampfmodus schalten. Die Vorschau folgt noch.

Polterweekend

Der Fanclub lebt noch. Wichtiger ist allerdings, dass Chrigel auch wohlauf ist. Sportlich waren von ihm seit seinem Einsatz in Rio keine Grosstaten zu vermelden. Grund dafür waren einerseits die hartnäckigen Verletzungssorgen, die ckr schon lange begleiteten und zudem musste der Sport sich in letzter Zeit ins zweite Glied stellen, weil Chrigel seine Valentina am 1. Juli heiraten wird.

Vor der Hocheitsfeier stand allerdings noch der Polter-Oobig, bzw. -Tag an, den Chrigel gestern zu meistern hatte. Der erste Programmpunkt an diesem Tag war der LGT-Marathon, an dem Chrigel nicht die ganze Strecke, sondern – einmal soll die Verletzungsgeschichte ihm auch mal was nützen – nur den ersten, flachen Streckenabschnitt über 10 km von Bendern nach Vaduz in original Waffenaluf-Bündner-Langläufer-TVO-Bekleidung zu bewältigen hatte.

Diese erste Hürde seines Abschieds vom Junggesellenleben meisterte Chrigel bravourös, eine offizielle​ Rangliste gibt es für den Pink Ribbon Charity Lauft zur Unterstützung von Brustkrebsopfern nicht, als Beleg dienen ckr’s gewissenhafte Strava Aufzeichnungen (hier) auch ein speziell für ihn kreiertes Segment holte sich Chrigel). Nach dem Grosserfolge des TVO’s am LGT-Marathon, die ersten vier Ränge der Teamwertung wurden von Temas des TVO’s belegt: Link zur Rangliste, stand noch die kombinierte Feier von Rats-Geburtstag (Wer ist Rats?) und Chrigels Polter-Oobig an. Dem Polter-Oobig-Ehrenkodex folgend werden von diesen Festivitäten keine Beiträge oder Fotos veröffentlicht. Es kann festgehalten werden, dass es auch am Abend zu keinen nennenswerten Personenschäden kam und sich der Bräutigam hervorragend aus der Affäre gezogen hat.

Team des Jahres!

Der interessierte Leser hat dies sicher bereits längst vernommen. Dennoch meldet sich der ckr Fanblog noch einmal aus seinem direkt nach dem Fanclubabend begonnenen Winterschlaf: am letzten Freitag wurde das Team der Schweiz, welches an den Halbmarathon-Europameisterschaften unter dem Lead von Tadesse Abraham (welcher die Wahl zum Athelten des Jahres 2016 gewann) die Goldmeaille erringen konnte, an der Swiss Athletics Night 2016 als LA-Team des Jahres ausgezeichnet. Zu den schnellen Burschen zählte auch Chrigel, welchem wir zu dieser weiteren Ehrung herzlich gratulieren.

CH-Läufer des EM-Halbmarathons in Amsterdam: Team des Jahres 2016

Link zum Bericht zur Swiss Athletics Night in Luzern (Swiss Athletics).

ckr-Fanclubtreffen 2016

Am letzten Samstag hat das bereits vierte ckr-Fanclubtreffen stattgefunden. Irgendwo im Niemandsland zwischen Rüti und Bubikon (der letzte Bus fuhr um ca. 19 Uhr, es sind ja alles Läufer 🙂 ) hatten sich ca. 30 der Gold- und Silbermember im schmucken und sehr grosszügig dimensionierten Saal des Ristorante Pizzeria Roma im Bad Kämmoos eingefunden, um Chrigels Olympia-Jahr 2016 noch einmal Revue passieren zu lassen und sich aus erstem Mund darüber informieren zu lassen, wie ckr’s weitere Laufbahn verlaufen könnte. Einige von Chrigels Trainingsgenossen des TV-Oerlikon und auch sein Coach Rubén liessen es sich trotz ihres sonntäglichen Einsatzes am Marathon in Luzern nicht nehmen, am Fanclubabend teilzunehmen, Winterzeit sei Dank. In Luzern wurde der TVO Schweizermeister in der Teamwertung und Rubén feierte den Sieg in der Altersklasse M40.

Wie an den vergangenen Fanclubtreffen führte unser Zeremoienmeister Adrian „Chäser“ mit dem von ihm gewohnten Augenzwinkern durch Chrigels Sportjahr. Er zeigte noch einmal die sportlichen Highlights auf, die da waren: Escalade Genf, Zürcher Silvesterlauf, Halbmarathon in Barcelona, Berlin und an der EM in Amsterdam, sowie die SOLA-Stafette. Weil ckr bekanntlich kein Kind von Traurigkeit ist, wurden auch die gesellschaftlichen Anlässe erwähnt, an denen er sich beteiligte. In diese Sparte fielen besonders seine Teilnahme an einem der letzten Motörhead-Konzerte im November 2015 und sein Einsatz als Ehrenstarter am diesjährigen Altstätter Städtlilauf. Ein wenig der Finger auf die Wunde gelegt wurde ckr, indem ihm von Adi seine diversen Verstösse gegen seine eigenen Laufgebote vor Augen geführt wurden.

Nach Adis Ausführungen durfte die Gesellschaft Chrigels interessanten Ausführungen zu seinem Aufenthalt an den olympischen Spielen in Rio beiwohnen. Seine Zeit in Brasilien wurde von ckr in die  Abschnitte Eröffnungsfeier – Pre Camp – Rennen – Schlussfeier – Ferien unterteilt. Besonders interessant waren Chrigels off topic-Geschichten von seinem Leben im Athletendorf (Hingis…) und seine Schilderungen des Rennverlaufes und dem Zieleinlauf am Marathon, welche wohl auch bei vielen Zuhörern zu Gänsehaut führte. Chrigel hat auch erwähnt, dass er Rio als Belohnung für seinen Effort im Jahr 2015 mit erfolgreichem Erreichen der Olympialimite am Marathon in Berlin sieht, während im 2016 seit der Verbesserung seiner PB im Halbmarathon im Frühling in Barcelona auf Grund einiger Verletzungssorgen etwas der Wurm drinsteckte. Besonders aus diesem Blickwinkel muss auch von uns der von ckr äusserst clever eingeteilte und gelaufene Olympia-Marathon noch einmal mit Applaus bedacht werden.

Am Ende kam Chrigel noch auf seine sportliche Zukunft zu sprechen. Eine kurzfristige Planung existiert nicht, als Fernziel stehen die Europameisterschaften 2018 in Berlin im Raum. Recht vage wurde für Herbst 2017 von ihm der Chicago-Marathon genannt. Ein weiteres Ziel wäre, gemeinsam mit Valentina den Weltrekord als schnellstes Ehepaar zu brechen (5:27:08 h). Die Möglichkeit dazu werden die beiden ab nächstem Sommer haben…

Fotos: Matthias Kreienbühl

ckr-Fanclubtreffen am kommenden Samstag

In den letzten 2 Monaten haben sich sowohl ckr in sportlicher Hinsicht, wie auch der ckr-Fanblog in seinen journalistischen Anstrengungen vornehm zurückgehalten. Chrigel sei dies  nach seinem erfolgreichen Einsatz in Rio vergönnt, er hat sich in den vergangenen Wochen die Zeit genommen, um das Erlebte Revue passieren zu lassen und schont zudem seine seit diesem Frühjahr lädierte Achillessehne auf Grund aktuell nicht anstehender Wettkampfeinsätze mit einer längere Laufpause.

Ein Happening steht allerdings dem ckr-Fanclub und seinen Gold- und Silbermembern noch bevor. Am kommenden Samstag, 29. Oktober, findet das alljährliche ckr-Fanclubtreffen statt. Der Fanclubtross zieht nach zwei Jahren, an denen man das Fest im Bauhof in Rüti steigen liess, nun ein Haus weiter und trifft sich dieses Jahr in der Pizzeria Roma in Bubikon. Wobei… das Roma liegt genau zwischen Bubikon und Rüti und auch Chrigel machte den Eindruck, nicht genau zu wissen, welcher Ortschaft das Lokal  zuzuschreiben ist. Wir werden das am Samstag klären 🙂

Das Treffen beginnt um 18 Uhr und wir freuen uns darauf, von ckr’s Schilderungen für eine kurze Zeit aus der herbstlichen Schweiz nach Rio entführt zu werden.

Kreienbühlscher Steigerungslauf!

Der olympische Marathon ist schon wieder Geschichte, so wie es in Kürze auch die aktuellen Spiele in Rio sein werden.

Für ckr war der heutige Tag wohl der Höhepunkt in seiner zwar spät, aber umso fulminanter gestarteten Läuferkarriere. Im Sog von Tadesse Abraham, der bei ziemlich feuchten Bedingungen seiner europäischen Favoritenrolle voll gerecht wurde und sich als 7. Overall über ein olympisches Diplom freuen darf, finishte ckr als 76. in der Zeit von 2:21:13 h. In diesem Rennen wurde Chrigel seinem Ruf als langsam startendes Schweizer Uhrwerk wieder voll gerecht. Nach einem sehr verhaltenen Start – die ersten 5 km legte er in 16:47 als 147. von 155 Gestarteten zurück – setzte er zu einem beeindruckenden Steigerungslauf an. Er verbesserte sich während des Rennens sukzessive, passierte den Halbmarathon in 1:10:18 h, Chrigels schnellster 5 km-Abschnitt war von km 25-30,  nach 35 Kilometern fand er sich das erste mal unter den Top-100 des Wettkampf wieder und diesen Rang konnte er noch bis zur Schlussklassierung auf Platz 76 steigern.

Viel gesehen habe wir von Chrigel während des Rennens am TV leider nicht. Immerhin der Zieleinlauf war uns vergönnt und aus Chrigels Gesicht war zu lesen, dass er mit seinem Wettkampf und dem Erlebten sehr zufrieden ist.

Wir hoffen, in den nächsten Tagen weitere Infos direkt von ckr zu erhalten und gratulieren ihm vorerst herzlich zu vollbrachten Leistung. Sauber gemacht Chrigel! Nun geniess noch die letzten Stunden der Spiele in Rio!

 

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Die Schweizer Marathon-Helden ckr & Tade

 

Pre Race Report aus dem HB

Heute ist es nun endlich so weit und Chrigel startet in Rio zu seinem Olympiarennen über 42.2 km. In einer Stunde gehts los. Informationen aus erster Hand zufolge ist die Nacht vor dem Marathon gut verlaufen, heute Morgen hat es noch geregnet, das Wetter hat sich aber mittlerweile normalisiert. Dennoch beträgt die Außentemperatur bereits jetzt 22°C, es wird also in allen Belangen ein heißes Rennen. Dass Chrigel mit solchen Situationen umzugehen weiß, ist und seit der EM in Zürich bekannt, welche auf einer anspruchsvollen Strecke bei warmer Witterung stattgefunden hat.

Die Fanschar im Zürcher HB ist bereit und hat neben Chrigel natürlich auch das heiße Schweizer Eisen Tadesse Abraham im Fokus. Bald gehts los, wir melden uns wieder.

Noch einmal schlafen…

Nach langer Zeit der Vorbereitung auf sein Karriere-Highlight, den Marathon der olympischen Spiele in Rio, ist es morgen nun endlich so weit: um 9:30 Uhr Orts- und 14:30 Mitteleuropäischer Zeit wird das Rennen in Rio gestartet.

Chrigel wird in Rio von seiner Familie, seinem Trainer Rubén und einigen Freunden begleitet, die ihn an der Stecke unterstützen werden. Für die Daheimgebliebenen bietet sich die Möglichkeit, morgen beim public viewing im Imagine im HB Zürich ab 14 Uhr im Kreise des ckr-Fanclubs und des TV-Oerlikons Chrigel die Daumen zu drücken.

Auf euer Erscheinen freut sich der ckr-Fanclub!

Noch 7 Tage

Wir befinden uns bei Halbzeit der olympischen Spiele in Rio. Chrigel ist vor einer guten Woche nach Brasilien gereist, um der Eröffnungsfeier nicht nur beizuwohnen, sondern Teil von ihr zu sein.

Heute hat der Marathon der Frauen auf der gleichen Strecke stattgefunden, auf der in einer Woche auch die Männer laufen werden. Die Schweizer Fahne wurde in diesem Rennen von Maja Neuenschwander hoch gehalten. Sie klassierte sich in 2:34:27 h auf dem 29. Rang. Majas Klassierung bedeutete gegenüber den olympischen Spielen in London eine riesige Steigerung und die im Vergleich zu ihrer PB deutlich langsamere Zeit ist vor allem den äusseren Bedingungen (es war sehr sonnig und heiss) geschuldet.

Seit letztem Dienstag befindet sich Chrigel zur finalen Vorbereitung auf den am 21. August stattfindenen Olympia–Marathon abseits des grossen Olympia-Rummels in Ubatuba (https://goo.gl/maps/yFJcRgAymqN2), ca. 300 km entfernt von Rio de Janeiro. Am nächsten Mittwoch wird ckr für die letzte Phase des Taperings und zur Einstimmung auf den Wettkampf am Sonntag nach Rio ins olympische Dorf zurückkehren. Weil Chrigel dann wegen seines Einsatzes als Olympia-Athlet immer weiter „in den Tunnel“ eintauchen und den Fokus auf die sonntäglichen 42 km richten wird und sich zudem – wie in den Medien schon oft berichtet – die Transporte in Rio sehr schwierig und nervenaufreibend gestalten, wird er voraussichtlich keine anderen Wettkämpfe in Rio besuchen.

Schnappschüsse von der Eröffnungsfeier und Chrigels Trainingsaufenthalt in Ubatuba sind auf seiner Facebook-Seite zu finden: https://m.facebook.com/ckr.ch/

Eine Delegation des TV-Oerlikon/ckr-Fanclub trifft sich am nächsten Sonntag im imagine am HB Zürich zum public viewing: http://public-viewing-zurich.ch. Es hätt Platz solangs hätt 🙂

Gold mit dem Team an der EM in Amsterdam!

Chrigel hat gestern an den Europameisterschaften in Amsterdam im Halbmarathon mit dem Schweizer Team die Goldmedaille in der Nationenwertung gewonnen! Neuer Europameister ist Teamleader Tadesse Abraham, der das Rennen in der sehr starken Zeit von 1:02:03 h gewonnen hat. Diese Leistung ist umso höher einzustufen, als die topographischen und meteorologischen Verhältnisse gestern nicht ganz einfach waren und weil auf Tade seit seinen nicht optimal verlaufenen Einsätzen an den letzten Grossereignissen einiger Erfolgsdruck lastete, den er mit seinem Auftritt in Amsterdam aber souverän bewältigte. Chrigel beendete das Rennen in 1:07:09 h als Vierter des CH-Teams auf dem 47. Gesamtrang. Mit seinem eigenen Rennen ist ckr nicht restlos zufrieden, aber auch bei ihm dominiert natürlich die Freude darüber, mit dem Team diesen Grosserfolg erreicht zu haben. In die Teamwertung eingeflossen sind die drei besten Zeiten des Teams von Tade, Adi Lehmann und Julien Lyon. Mehr als ein Trostpflaster ist, dass das Team auch mit der Zeit von Chrigel noch Bronze gewonnen hätte. Herzliche Gratulation an ckr und die Swiss Boys!

Ursprünglich hatte der ckr-Fanblog einen Vorbericht zum EM-Rennen geplant, welcher allerdings der EM-Party zum Opfer gefallen ist. Nachfolgend dennoch noch einige Auszüge aus dem vorgesehenen Text, einige Impressionen aus anstehen folgen noch

Gestern wurde anlässlich der Leichtathletik-Europameisterschaften in Amsterdam der Halbmarathon ausgetragen. Im Gegensatz zur EM vor zwei Jahren in Zürich wurfe nur auf der halben Marathondistanz gestartet, weil mit den Olympischen Spielen in Rio bereits in einem Monat das eigentliche Highlight des Jahres auf die Athleten wartet und sich damit mit einem Einsatz in Amsterdam eine gute Möglichkeit für einen letzten Formtest bietet.

Auch Chrigels Fokus liegt natürlich auf den Olympischen Spielen und seinem Einsatz im Marathon am 21. August und er nutzte die Chance, um im sechsköpfigen Schweizer Team, welches von Tadesse Abraham angeführt wurde, seinen Formstand zu überprüfen. Nach kleineren Verletzungssorgen im Mai diesen Jahres und dem darauf folgenden, beschwerdefreien Traingsaufenthalt im Engadin, erhoffte sich ckr, dass ihm dieses Rennen die notwendige Sicherheit für den Weg in Richtung Rio geben kann.

Bier-Tuusiger des TVO

Heute fand, zum dritten Mal in der Geschichte des TV Oerlikon, am Wochenende nach der Sola-Stafette der „Bier-1000er“ auf der Liguster-Rundbahn in Oerlikon statt. Bei diesem Event handelt es sich um eine Spezialdisziplin, bei der mehrere Eigenschaften der Partizipanten geprüft werden. Die getestete Kombination besteht daraus, eine nicht ganz unerhebliche Menge Bier während eines Laufs über 1000 m zu trinken. Konkret bedeutet dies, dass zu Beginn des Rennens ein Bier von 33 cl getrunken, danach zur ersten Runde gestartet und dann das Prozedere wiederholt wird, bis der Kilometer voll ist.

Auch Chrigel hat an diesem nicht tod- sondern eher bierernsten Wettkampf seins Vereins schon mitgemacht, ohne sich bisher grosse Meriten zu erwerben. Titelverteidiger des Bier-1000ers war in diesem Jahr ckr’s Coach Rubén Oliver, der nebst zahlreichen anderen Mitgliedern des TVO’s – das Starterfeld umfasste 9 LäuferInnen – wieder am Start stand. Weil die gestrige Schweizermeisterschaft über 10 km auf der Bahn in Uster dem Hagel zum Opfer fiel und Rubén deshalb einen wettkampffreien Tag einzog, war dieser am Samstag dafür umso frischer und motivierter am Start des Bier-1000ers und deshalb erneut in der Favoritenrolle. Nach der ersten der vier Runden befand sich ckr noch im vordersten Teil des Felds in Tuchfühlung mit der Spitze. Danach musste er allerdings in der Teildisziplin des Schnelltrinkens seine Meister erkennen, wurde als erklärter Genusstrinker im Feld durchgereicht und beendete das Rennen in einer Zeit von 10:05 min auf dem 7. Rang overall. Gewonnen wurde der Bier-1000er nicht von Rubén sondern vom Sieger von 2014, Hervé Sourisseau.

Im Anschluss an den harten Wettkampf liess die Athletengruppe den frühen Nachmittag bei Grilliertem in einem nahe gelegenen Pärckchen ausklingen. Das Wettkampfreglement des Bier-1000ers verbietet es, Fotos oder Videos des Laufs zu veröffentlichen, weshalb an dieser Stelle bloss ein Gruppenfoto vor Beginn gepostet wird.

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Teilnehmerfeld des TVO Bier-1000er

Sola 2016

Am letzten Samstag fand in und rund um Zürich die 43. Sola-Stafette statt. Dieses vom Hochschulsportverein ASVZ organisierte, jährlich stattfindende Laufhighlight liess sich Chrigel auch dieses Jahr nicht entgehen und er startete wieder im Team TV Oerlikon 1. Nach dem Sieg im vergangenen Jahr, den das Team des TVO über seine Sola-Dauerrivalen, die Brownschen Spaziergänger, erringen konnte, lautete die Devise: Titelverteidigung. Auch in diesem Jahr lag zu Beginn der Stafette das Team der Brownschen Spaziergänger in Front. Weil dies schon in den vergangenen Jahren öfters der Fall war und der TVO sich der Stärke und Ausgeglichenheit seines Teams bewusst war, dürfte der anfängliche Rückstand bei Chrigel&Co noch nicht zur Beunruhigung geführt haben. Schon früh im Rennen zeigte sich allerdings, dass in diesem Jahr nicht die Brownschen Spaziergänger, sondern das neue Team der running freaks der Hauptkonkurrent um den Tagessieg sein würde. Dieses Team wurde heuer von einer Schar sehr junger und ambitionierter Läufer ins Leben gerufen. Die running freaks übernahmen die Führung während des 3. Streckenabschnitts und gaben diese bis ins Ziel nicht mehr ab. Der TV Oerlikon musste sich in diesem Jahr mit einem Rückstand von 6:06 min auf die running freaks und einem Vorsprung von 2:03 min auf die Brownschen Spaziergänger mit dem 2. Rang begnügen. (Das Team „TV Oerlikon 2“ belegte den fünften Rang, „TV Oerlikon 3“ den 29. Rang von 954 Teams!)

Nun aber noch zu ckr’s Rennen. Chrigel startete auf dem 7. Teilstück, dem letzten Streckenabschnitt am Vormittag, welcher über die Distanz von 4.43 km vom Hönggerberg zur Uni Irchel führte.Diesen „langen Sprint“ absolvierte ckr standesgemäss als Abschnittsschnellster in 13:51.4 min, was einer Pace von 3:08 min/km entspricht. Sein Vorsprung auf den Zweitplatzierten betrug auf diesem kurzen Streckenabschnitt 1:39 min! Dadurch konnte Chrigel den Rückstand des TVO’s auf die running freaks zwar etwas verringern, die Hypothek erwies sich aber letzlich doch als zu hoch, bzw. Chrigels Streckenabschnitt als zu kurz 🙂 Die Ausbeute an Sola-Rössli lässt sich für ckr dennoch sehen: je eines für den schnellsten Streckenabschnitt und für den 2. Gesamtrang.

Für seinen Start an der Sola unterbrach Chrigel den ersten Block seines Engadin-Höhentrainings. Während diesem war er sehr oft als (Schnee-)Gümmeler unterwegs. In knapp zwei Wochen kehrt ckr in sein Höhentrainings-Sommerdomizil zurück und wird sich dort auf den am 10. Juli stattfindenden EM-Halbmarathon in Amsterdam vorbereiten.

Barcelona – Amsterdam – Rio(?)

Das Fragezeichen dürfen wir im Titel mittlerweile in Klammern setzen 🙂

Vor kurzem hat Christian den Halbmarathon in Barcelona im 10. Rang Overall als vierter Europäer gefinisht. Für die 21.1 km benötigte er 1:04:21 h, womit er seine Halbmarathon-PB aus dem Jahr 2012 um 1:34 min sowie die Limite für die diesjährige Halbmarathon-EM in Amsterdam deutlich unterboten hat. Beinahe noch wichtiger als die hervorragende Zeit ist, dass ckr die Schweizer Konkurrenz (Kempf, Berni) deutlich im Griff hatte, womit er seine zweite Position in der Schweizer Halbmarathon/Marathon-Hierarchie gefestigt hat. Im stark besetzten Rennen wies Chrigel auf den Sieger Vincent Kipruto einen Rückstand von nur knapp 1:30 min auf und musste sich lediglich drei Europäern geschlagen geben: dem Marathon-Europameister Meucci, dem mehrfachen österreichische Staatsmeister Valentin Pfeil sowie seinem Berlin-Gspänli Julian Flügel. Grossartig!

Mittlerweile gibts auch Informationen aus erster Hand von Chrigel: das Rennen sei supergut gelaufen und es resultierte die tolle neue PB, obwohl auf dem Kurs zum Teil starker Gegenwind herrschte. Zudem musste ckr während ca. 5 km eine Lücke zu Julian Flügel zulaufen, weswegen ihm möglicherweise etwas die Schnelligkeit im Endspurt fehlte, um eine noch bessere Rangierung zu erzielen.

Herzliche Gratulation vom Fanclub, der natürlich schon geahnt hat, dass auch dieses Mal alles gut kommt.

Start in die Olympiasaison

Am nächsten Sonntag startet Chrigel am Halbmarathon in Barcelona in die Olympiasaison 2016. Seit dem letzten Jahr scheinen an diesem Wettkampf die Sterne für die Schweiz gut zu stehen, hat doch Tadesse Abraham den Lauf durch die katalanische Hauptstadt 2015 in der aktuellen Schweizerrekordzeit von 1:00:42 gewonnen. Tade wird dieses Jahr in Barcelona nicht am Start sein. Wir hoffen aber, dass sich dessen Sprit auf ckr überträgt und dieser beflügelt über den spanischen Asphalt flitzen wird.

Die Voraussetzungen dazu sind gut. Chrigel hat in diesem Jahr sein Winterlager zum zweiten Mal nach 2015 in Kenias Läuferhochburg Iten aufgeschlagen. Dort hat er während vier Wochen unter idealen klimatischen Bedingungen mit einer grösseren Gruppe von Schweizer Athleten trainiert. Weil der Saisonhöhepunkt mit dem Olympia-Marathon in Rio erst im August folgt, lag der Fokus in Chrigels Trainings während dieses Camps darauf, etwas höhere Umfänge bei niedrigerer Intensität als 2015 zu absolvieren, als er sich in Kenia auf den London-Marathon vorbereitete. Das Trainingslager in Kenia hat ckr – abgesehen von zwei, drei kleineren Störungen des Verdauungstrakts, die den Westler typischerweise in Kenia heimsuchen – ohne gesundheitliche Probleme und verletzungsfrei absolviert und ist hoffentlich bereit, am Valentinstag in Barcelona mit einem in ckr-Manier wohldosierten Sturmlauf zur Limite von 1:05:45 h zu laufen, die notwendig ist, um sich den Startplatz für den Europameisterschafts-Halbmarathon vom 10. Juli in Amsterdam zu reservieren. Dazu muss er seine bereits 2012 in Berlin gelaufene PB um 10 s drücken, was aber auf Grund der stetigen Verbesserung von Chrigels Performance auf der Marathonstrecke in den letzten Jahren vom Fanclub als selbstverständlich, aber auch vom Athleten als nicht unrealistisch eingestuft wird.

Der Startschuss in Barcelona fällt am Sonntag um 8:45 Uhr. Chrigel, der Fanclub wünscht dir noch ein erholsames Kurztapering und viel Erfolg