Jetzt sprechen die Drachenreiter

Nach fünf Tagen in der walisischen Zeitmaschine sind Chrigel und Rats wieder in der Gegenwart aufgetaucht und haben sich ausführlich zu ihren Eindrücken der vergangenen Woche geäussert. Der Fanblog bedankt sich dafür, gibt ihre Schilderungen im folgenden 1:1 wieder und kann damit die GPS-Tracker- und Ranglisten-Hellseherei beenden 🙂

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Rats:

„Jetzt bin auch ich wieder in der Zivilisation angekommen. Vielen Dank für die tolle Unterstützung und Glückwünsche. Es hat mich sehr gefreut, eure Nachrichten im Nachhinein zu lesen. Das Rennen war brutal hart und ich werde garantiert nie wieder so ein Rennen bestreiten. Der erste Tag war mehr als grenzwertig. Wir kletterten ungesichert über drei Berge wo jeder normale in einer Seilschaft gesichert gehen würde. Wir waren aber im Rennmodus und ein zurück gab es nicht. Die nächsten vier Tage waren dann zum Glück anderes Gelände. Immer auf und ab, Kreuz und quer und wieder mal zurück weil man sich verlaufen hat. In der Nacht war es verdammt kalt und alles immer feucht. Am Buffet habe ich mich in den fünf Tagen zwei mal bedient. Das essen war wirklich 💩. Dass ich fünf Tage nicht geduscht habe, hat nur Chrigl gestört 😁 er hat mich aber trotzdem bei meinen Zielankünften super unterstützt, damit ich schnell zum liegen komme, da ich wegen meines Tempos auch immer als erster früh starten musste um die Zeitlimiten einzuh…

Wurde beim schreiben unterbrochen, da wir nach sechs Tagen mal richtig essen gehen wollten. Ging leider in die Hosen. Kurz und bündig mache ich jetzt Schluss mit schreiben. Natürlich erzähle ich jedem der Intresse hat meine Erlebnisse und Eindrücke vom Dragon Race persönlich. Gebe auch jedem Tips gratis, der mal starten möchte, aber wie gesagt, ich mache nie wieder mit.

Möchte noch was zu der Leistung von Chrigl sagen. Wen man bedenkt, dass er noch nie mehr als einen Stadt Marathon gelaufen ist, geht es schon unter ein großes Wunder, dass er die Ziellinie gesehen hat. Hut ab Meister, alle Achtung 🤘“

ckr:

„Danke Rats! Deine Erfahrung hat uns beide ins Ziel gebracht.

Schwierig, die 5 Tage des Rennens in wenige Worte zu fassen. Einfacher in einem Wort: Höllenritt 🐲.

Sonst hat mir vor allem die abwechslungsreiche Strecke (Natur, Wetter, Landschaft, etc.) extrem gut gefallen. Ich glaube die Zeitverschiebung in Wales beträgt nicht nur 1h, sondern 50-100 Jahre… Aber dass wir uns – ausser ein paar geschwollenen Füssen und ein paar Kratzer – keine ernsthafte Verletzung (Knochenbrüche) zugezogen haben, grenzt an ein Wunder. Und dass ich am Mittwoch an meine Grenzen gekommen bin – natürlich nur, weil ich für einmal nicht auf den alten Hasen hören wollte – ist im Nachhinein irgendwie auch eine wertvolle Erfahrung…

Was leider etwas zu kurz kam, war die Zeit vor und nach der Tagesetappe. Sich zusammen ruhig hinsetzen und quatschen lag selten drin – zu sehr waren wir gehetzt vom Packen, Essen, Zelt einrichten, „Duschen“, und vom Druck der anspruchsvollen Cut-Off Zeiten in Kombination mit Monster-Strecken, die 9-12h vollste Konzentration erforderten.

Um so mehr gilt hervorzuheben, dass wir natürlich nicht nur beim Lauf einiges erlebt haben, sondern vor allem auch beim Reisen vor und nach dem Rennen. Dies war für mich das eigentliche Highlight der Woche.

Vielen herzlichen Dank Euch allen für’s Mitfiebern! Unsere Telefone sind nach 5 Tage praktisch durchgehend ohne Empfang (wie gesagt: 50-100 Jahre Rückstand – aber tut auch mal gut!) dank Euch explodiert. Dieser Chat-Verlauf bleibt auf jeden Fall eine tolle Erinnerung!

Spezieller Dank gilt natürlich Fredi für den professionellen Live-Ticker auf http://www.ckrfanclub.ch und an unseren zuverlässigen Supporter vor Ort: Bruno.

So, wir müssen bald los, um mit unseren 2 Drachen nach Zürich zu fliegen…“

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Danke, dass ihr die ‚Spinnerei‘ auf euch genommen und uns mit auf die Reise genommen habt!

In Rats Ausführungen ist mehrmals zu lesen, dass dies das erste und letzte Mal war. ckr hat sich dahin gehend nicht so explizit geäussert. Aber vielleicht ist das ja wie nach einer Nacht mit zu viel Alkohol, nach der man sich schwört, nie wieder zu trinken 🙂

 

 

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