Ein Jahr später

Genau heute vor einem Jahr hat der olympische Marathon in Rio stattgefunden. Dies war Christians letzter Wettkampf (abgesehen vom 10 km Charity-Lauf des LGT-Marathons anlässlich seines Poltertages), den er auf Grund des Stellenwertes dieses „once in a lifetime“-Ereignisses trotz seiner ihn schon damals seit längerer Zeit begleitenden körperlichen Beschwerden durchzog. Das Rennen bestritt ckr in seiner gewohnten Dieselstart-Manier und kämpfte sich während des Wettkampfs von ganz hinten bis ins Mittelfeld vor.

Danach blieb Chrigel dem Wettkampfgeschehen leider bis jetzt fern, absolvierte jedoch während des letzten Winters unter Leitung seines Privatcoachs Valentina unzählige Kilometer auf den Langlaufskiern inkl. Teilnahme am Engadiner Skimarathon. Nach der Schneeschmelze verlagerte er sein Alternativtraining vor allem auf die Fahrradstrecken.

Falls man überhaupt von einem guten Zeitpunkt für eine Verletzungspause sprechen kann, wurde Chrigel diese nicht zur schlechtesten Zeit aufgezwungen: nach den olympischen Spielen war vor der Hochzeit, es gab viel vorzubereiten. Über den Poltertag haben wir berichtet, die Hochzeit von Valentina und Chrigel fand am 1. Juli in Samedan statt. Es war ein wunderbarer Hochzeitstag, das Engadiner Wetter zeigte sich dem frisch vermählten Ehepaar von einer viel besseren als prognostizierten Seite und bei der abschliessenden Feier war das Brautpaar wie gewohnt enorm ausdauernd.

Just zur Hochzeit, nachdem ckr seinen Achillessehnen auf Grund der Erfahrungen am Hochzeitsfest damit drohte, die weitere sportliche Karriere als Tänzer zu planen, entschieden sich diese, ihre Tätigkeit wieder aufzunehmen und Chrigel ohne Knurren wieder in Laufschuhen fortzubewegen. Seit Anfang Juli entwickelt sich das Training mit den entsprechenden Umfängen wieder so gut, dass er sich entschieden hat, nach Berlin, der Stätte seiner grössten Erfolge zurückzukehren, um den diesjährigen Marathon zu laufen. Die Ziele lesen sich, wie man es sich von Chrigel gewohnt ist, sehr zurückhaltend: Hauptsache ist das beschwerdefreie Laufen im Training und den anstehenden Wettkämpfen. Als Ziel definiert er für den Berlin-Marathon eine Zeit zwischen 2:30 h und der Limite für die Europameisterschaften 2018 in Berlin, welche auf 2:19:30 festgelegt wurde. Chrigel hat letzte Woche in der Höhe im Engadin einen Longrun über 35 km in einer Pace von 3:41 min/km absolviert. Zieht man den Vergleich zum gleichen Zeitraum in 2015, als er in Berlin mit 2:13:57 h die Limite für Rio lief, hat er diesen Longrun sogar etwas schneller, jedoch bei höherer Intensität absolviert. Wenn man die Pace auf den Marathon hochrechnet, kommt man bei diesem Trainingslauf auf eine Zeit von 2:35 h, also schon sehr nahe bei dem von ckr formulierten Minimalziel. Es ist sicher nicht unrealistisch, dass Chrigel in Berlin schon sehr nahe an oder gar unter die EM-Limite laufen wird. Bei dem aktuell herrschenden Niveau in der Schweizer Marathon-Szene kann man jedoch damit rechnen, dass eine Zeit von 2:19.30 nicht ausreichen wird, um in Berlin an der EM 2018 dabei zu sein. Daher betrachtet Christian den Berlin-Marathon von diesem September auch als Test und Vorbereitung für einen schnellen Qualifiktions-Marathon im Frühling 2018.

Wie immer steht aber zwei Wochen vor dem Berlin-Marathon noch der Altstätter Städtlilauf an, bei dem Chrigel in den letzten Jahren immer dabei war, ob als Läufer, Ehrenstarter oder gern gesehener Gast und Ehren-Rheintaler. In diesem Jahr wird er wieder in den Wettkampfmodus schalten. Die Vorschau folgt noch.

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