2:17:00

Am letzten Sonntag startete Christian am London Marathon, auf den er sich in den letzten Wochen und Monaten in 2 Trainingslagern in Kenia und Mallorca, sowie unzähligen Trainingskilometern in der Schweiz vorbereitet hat. Ihm wurde die Ehre zuteil, in das Elitefeld dieses Rennens aufgenommen zu werden, dessen Startliste sich wie das Who’s Who des Marathonlaufs liest. Ausser dem aktuellen Weltrekordhalter Dennis Kimetto und dessen Vorgänger, Wilson Kipsang, standen noch zahlreiche weitere, zumeist aus Kenia stammende Weltklasseathleten am Start. Gewonnen wurde das Rennen von Eliud Kipchoge, dem mehrmaligen Medaillengewinner an Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen, in der Weltklassezeit von 2:04:42 h. Das Rennen der Frauen wurde in der für die Qualität des Starterfeldes mässigen Zeit von 2:23:22 h von Tigist Tufa aus Äthiopien gewonnen.

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ckr am London-Marathon

Im Vorfeld des London-Marathons beschrieb Christian seine Zielsetzung, in die Nähe von seiner 2012 in Berlin gelaufenen Bestzeit von 2:15:35 h zu laufen. Obwohl ihn wenige Wochen vor dem Marathon eine hartnäckige Erkältung zu einer einwöchigen Auszeit zwang, erachtete er dieses Ziel aufgrund seiner Trainingswerte als realistisch. Wie wir es von ckr mittlerweile gewohnt sind, hat er seinen Plänen ein weiteres Mal Taten folgen lassen. Er finishte das Rennen in 2:17:00 h  auf dem 19. Rang. Der Rückstand von 1:25 min auf seine Bestzeit ist einerseits für Marathonverhältnisse nicht besonders gross und lässt sich zudem durch die etwas wellige und eckige Streckenführung erklären. Möglicherweise wäre sogar noch eine etwas schnellere Zeit drin gelegen, da Christian die ersten zehn, teilweise abfallenden Kilometer in einer etwas zu schnellen Pace gelaufen ist. Nichtsdestotrotz handelt es sich ein weiteres Mal um eine tolle Leistung, vor allem wenn man berücksichtigt, dass Chrigel nur bis zum Halbmarathon in Begleitung von anderen Läufern unterwegs war und den Rest der Strecke alleine gegen den Wind und den inneren Schweinehund bewältigen musste. Leider war ckr während seines gesamten Rennens nicht in der TV-Übertragung zu sehen, welche sich ausschliesslich auf die Bilder der Spitzengruppen des Männer- und Frauen-Rennens beschränkte.  Zum Glück hat sich Christian bei der Startaufstellung strategisch geschickt direkt hinter dem aktuellen Weltrekordhalter platziert, so dass man ihn immerhin zu diesem Zeitpunkt in der Fernsehübertragung sehen und ihm die Daumen drücken konnte.

Normalerweise gönnt sich Chrigel nach seinen Marathoneinsätzen eine mehrwöchige Pause. Dieses Mal muss er diese am 9. Mai für die Teilnahme an der SOLA-Stafette im Team des TV-Oerlikon unterbrechen, welches versuchen wird, den Brownschen Spaziergängern, die im letzten Jahr siegreich waren, das grosse SOLA-Ross wieder zu entreissen. Der Verfasser dieses Textes ist als ehemaliges Mitglied der Brownschen Spaziergänger etwas hin und hergerissen, welchem Team er für die SOLA die Daumen drücken soll, über eine Streckenabschnitts-Bestzeit von ckr freut er sich aber alle Mal. Am 23. Mai startet Christian am Waffenlauf des Wohlener Pfingstlaufes, den er im Jahr 2013 gewinnen konnte. Mit diesem Lauf wird ckr seine Pause beenden und wieder in den Trainingsalltag einsteigen. Ob er am 13. Juni noch an der 10’000 m Schweizer Meisterschaft starten wird, hat er noch nicht definiert, als Möglichkeit für ein schnelles Training und eine Standortbestimmung steht ihm dieser Anlass aber offen. Im Sommer wird Christian wie in den vergangenen Jahren wieder ein Trainingslager im Engadin verbringen, seine Herbstsaison mit dem Altstätter Städtlilauf eröffnen und am Berlin-Marathon am 27. September hoffentlich seine Höchstform erreichen und die Saison 2015 mit einer neuen Marathon-PB krönen.

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Ein Kommentar zu “2:17:00

  1. Pingback: Christian Kreienbühl | Marathonläufer | Kein Exploit, dafür eine Erkenntnis

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