„Voll Rotz“ zum Titel!

Total verrotzt nahm Christian die letzte Vorbereitungswoche für den Greifenseelauf vom letzten Wochenende in Angriff und Mitte der Woche hätten nach Aussage seines Vaters nur die allergrössten Zocker darauf gesetzt, dass ckr in Uster zu seinem nächsten Goldmedaillen-Coup ansetzen würde. Was war geschehen? Mutmasslich waren es die frische Ostschweizer Luft und das vom Trainer verordnete Startverbot am Altstätter Städtlilauf, die dazu führten, dass Chrigels Körper ausnahmsweise auf stur, bzw. seine Nebenhöhlen auf verstopft geschaltet haben. Trotz der heilenden Wirkung der 42 Kräuter im Appenzeller Alpenbitter, der nach dem Städtlialuf prophylaktisch von lokalen Naturheilexperten verschrieben und kredenzt wurde, konnte das Übel nicht mehr vollkommen abgewendet werden.

Nun, der Rest ist mittlerweile schon wieder erfreuliche Geschichte, über welche diverse Medien etwas objektiver und zeitnaher als unser Blog bereits berichteten: Christian hat seinen dritten SM-Einzeltitel gewonnen. Nach demjenigen über 10’000 m auf der Bahn ist dies schon der zweite in diesem Jahr. Herzliche Gratulation auch vom ckr-Fanblog!

Gold-Chrigel mit Cooly

Gold-Chrigel mit Cooly bei der Siegerehrung

Wegen der gerade erst abgeklungenen Erkältung nahm Christian den Greifensselauf mit dem notwendigen Respekt in Angriff. Nach wenigen Kilometern erlangte er die Gewissheit, dass die Seuche einigermassen ausgestanden war, die Beine wie erhofft rollten und somit seinem Angriff auf die SM-Goldmedaille „nur“ noch seine Gegner im Weg stehen sollten. Kenner des Greifenseelaufs wissen, dass dieser selbst in ausgezeichneter Form niemals leicht zu laufen ist, sich der Flow und das Runners-High auf Grund der vielen Richtungsänderungen und dem welligen Streckenprofil nie so recht einstellen wollen. Chrigels Aufgabe gestaltete sich umso schwieriger, als dass er während eines grossen Teils des Rennens den Atem der weiteren SM-Goldaspiranten Michi Ott und Marcel Berni im Nacken spürte und er deshalb zu keinem Zeitpunkt nachlassen durfte. „Auf dem letzten Zacken“, wie Christian gegenüber Swiss Athletics zu Protokoll gab, zeigte er ein weiteres Mal grosse Kämpfer-Qualitäten, finishte das Rennen in der Zeit von 1:08:02 auf dem 10. Rang Overall und verwies Marcel Berni mit einem Rückstand von gut 10 Sekunden auf den zweiten Rang, Michi Ott folgte mit einer knappen Minute Rückstand auf ckr als Dritter der SM-Wertung. Es kann spekuliert werden, dass sich bei diesem üppigen Vorsprung auf den letzten 20 Metern des Rennens bei Chrigel doch noch so etwas wie ein Runners-High eingestellt haben könnte.

Chrigel verabschiedet sich nun in die Trainingspause, welche er nach dem WM-Marathon wegen des Starts zum diesjährigen Post Cups um einige Wochen hinausgezögert hatte. Diese nicht ganz risikofreie Strategie scheint sich voll ausbezahlt zu haben. Christian hat die ersten beiden Rennen des Post Cups gesund und überaus erfolgreich überstanden und wird im Spätherbst an der Corrida Bulloise als Führender der Zwischenwertung starten.

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Ein Kommentar zu “„Voll Rotz“ zum Titel!

  1. Pingback: Christian Kreienbühl | Marathonläufer | Dritter Titel für Kreienbühl

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