Heisses Rennen im Schnee

Für den Durchschnittsbürger ist es wohl kaum vorstellbar, mitten im Januar in kurzen Hosen durch den Schnee zu laufen. Und als ob das nicht schon genug wäre, springen die Athleten auch noch über Baumstämme, die vom Veranstalter quer über die Strecke gelegt werden. Mit diesen „Anreizen“ zieht der Cross International de Lausanne viele Athleten und zahlreiches Publikum an.

cross_international_de_lausanne0080_20130119_2022882788Wie in der kurzen Vorschau unseres letzten Artikels angedeutet, ist auch Christian am vergangenen Samstag am besagten Crosslauf gestartet. In nüchternen Zahlen ausgedrückt galt es, 8 Runden à 1 Kilometer zurückzulegen. Es war schon im voraus klar, dass die zeitliche Vorgabe aus dem Vorjahr, als Christian in 23.53 min an gleicher Stelle den 9. Rang Overall belegte, auf Grund der äusseren Bedingungen nicht zu halten war.

Ein weiteres Mal hat Christian seine Fans – die zu diesem Event leider keine Delegation entsandt hatten – und ein wenig wohl auch sich selber überrascht. Der Rundkurs präsentierte sich schneebedeckt, die Beschaffenheit war irgendwo zwischen Skipiste und Tiefschnee anzusiedeln. Im sehr gut besetzten, internationalen Starterfeld belegte Christian in einer Zeit von 24.31 min den 3. Rang Overall. Die Kategorienwertung des CISM hat Oberleutnant Kreienbühl souverän für sich entschieden.

cross_international_de_lausanne0075_20130119_1741100714Zur Mitte des Rennens hatte sich eine 4er-Gruppe, bestehend aus je einem Deutschen, Australier, Eritreer und Christian vom Rest des Feldes abgesetzt. Weil nach 4 Runden das Tempo in der Spitzengruppe etwas nachliess, Christian sich sehr gut fühlte und es wegen der Hindernisse auf der Strecke eher ein Vorteil gewesen war, an der Spitze zu laufen, übernahm er das Tempodiktat. Da sich die anderen Läufer aber nicht abschütteln liessen und alles auf einen Endspurt hinauslief, schonte Christian seine Kräfte und liess sich noch einmal von der Gruppe einholen. In der letzten Runde wurden die Karten auf den Tisch gelegt und ein horrendes Tempo angeschlagen, dem als erster Abraham Tadesse zum Opfer fiel. Den in der ganzen Schweizer Laufszene bekannten Eritreer, auf den er am Zürcher Silvesterlauf noch über eine Minute verloren hatte, besiegt zu haben, ist eine sensationelle Leistung von Christian. Dass er im Sprint der verbliebenen drei Läufer knapp besiegt wurde, wird unser Held verkraften.

Ein weiteres Mal – es ist in den vergangenen Monaten zu einer sehr angenehmen Gewohnheit geworden – können wir Christian herzlich zu einem weiteren grossen Erfolg gratulieren. CHAPEAU! (womit die Französisch-Kenntnisse des Schreiberlings beinahe erschöpft sind).

(Bilder: www.athletiX.ch)

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