Sonniger Sonntag in Berlin

Sommer, Sonne und Berlin-Marathon? Das passt nur scheinbar nicht zusammen. Schon knapp zwei Monate vor dem traditionellen Lauf im September finden diese Woche die Leichtathletik Europameisterschaften in Berlin statt. Heute Sonntag standen die Marathonläufe der Frauen und Männer auf dem Programm. Tadesse Abraham kann heute ausser seinem Geburtstag auch noch den Titel des Vize-Europameisters feiern, Martina Strähl wurde bei den Frauen mit neuer PB Siebte und Chrigel finishte in 2:19:00 deutlich in der ersten Ranglistenhälfte auf dem 27. Rang.

Im Rennen der Frauen, dessen Start um 9:05 Uhr erfolgte, zeigte sich Martina Strähl von Beginn an sehr präsent in der Spitzengruppen, deren Tempo von ihr bestimmt wurde. Im Verlauf des Rennens, welches unter immer heisser werdenden Bedingungen stattfand, büsste Martina etwas Boden auf die Spitze ein. Sie beendete das Rennen aber in der neuen PB von 2:28:07 h auf dem 7. Rang.

Das Rennen der Männer wurde vom Belgier Koen Naert mit neuem EM-Rekord in 2:09:51 gewonnen. Erster Verfolger war der Schweizer Teamleader Tade Abraham, der das Rennen gut 1’30 min später beendete. Er zeigte sich erfreut über die Silbermedaille, die er im Rennen gewann, welches für ihn schwierig zu laufen war, weil sich die ganze Konkurrenz ob seiner Favoritenrolle auf ihn konzetrierte und ihm den grössten Teil der Tempoarbeit überliess. Diese zu übernehmen war er bereit, weil er es nicht auf einen Endspurt ankommen lassen wollte.

Chrigel finishte in 2:19:00 h als zweitschnellster Schweizer auf dem 27. Rang. Sowohl Zeit als auch Rang sind bei den äusseren Bedingungen, welche herrschten, sehr beachtlich. Typisch für ckr’s Einsätze an Grossanlässen befand er sich kurz nach dem Start des Rennens in den hintersten Regionen des Starterfeldes und liess sich davon nicht wahnsinnig machen. Es entzieht sich unserer Kenntnis, ob dies vom Schweizer Team so abgemacht war, aber nach dem Start liefen alle Schweizer ausser Tade in der Gruppe um Langsamstarter und Mister „negative split“ Kreienbühl. Diesem Titel wurde Chrigel auch heute, bei immer höher werdenden Temperaturen, gerecht. Den Halbmarathon passierte er in ca. 1:10 h, die zweite Hälfte absolvierte er eine Minute schneller, rollte das Feld wie meistens von hinten auf und stiess in 2:19:00 noch in die erste Ranglistenhälfte, auf Rang 27. vor. Im Interview mit SRF zeigte sich Chrigel sehr zufrieden mit seinen Rennen und schwärmte von der tollen Stimmung, die auch wegen der vielen lautstarken Schweizer Fans mit ihren Kuglocken auf der Strecke herrschte.

Über den weiteren Verlauf des EM-Tages befragt, sagte ckr, dass er sich nun etwas ausruhe und am Abend noch mit Familie, Freunden und dem Fanclub feiern werde. SRF-Experte Viktor-Röthlin meinte draufhin, dass man als Athlet nach einer solchen Anstrengung vor allem müde sei und die Läufer heute wohl nur noch auf ihren Stühlen sitzen werden. Da kennt er Chrigel eher schlecht. „Wer schneller läuft kann länger feiern und die Lichter werden von ckr gelöscht“ charakterisiert Chrigels Tatendrang nach seinen Marathonläufen ziemlich gut.

Chrigel, vielen Dank, dass du diesen Sonntag für die anwesenden Fans zu einem besonderen Tag hast werden lassen und herzliche Gratulation zu einer weiteren sportlichen Höchstleistung. Die Fangemeinde ist gespannt, wie es mit dem Sportler Kreienbühl weitergehen wird. Das nächste, kurzfristige Ziel ist der Altstätter Städtlilauf am 8. September. Alle Jahre wieder, wir freuen uns darauf.

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One week to go

Ab morgen finden in Berlin die Leichtathletik Europameisterschaften 2018 statt. Selbstverständlich werden diese auch vom ckr-Fanclub mit grossem Interesse verfolgt, wobei sich dessen Fokus auf den Marathon der Männer am nächsten Sonntag um 10:00 Uhr richtet, an welchem Chrigel das Projekt „Berlin 2018“ hoffentlich mit einem weiteren Höhepunkt in der Chronik seiner Einsätze an Grossanlässen abschliessen wird.

Begründet durch die vergangenen zwei Auftritte der Schweizer Langstreckenläufer an kontinentalen Meisterschaften in Zürich 2014 und Amsterdam 2016 liegt die Latte hoch und sind die Erwartungen des Fanclubs dem entsprechend.  Zur Erinnerung: in Zürich 2014 finishte ckr als 3. Schweizer hinter Vik und Tade in einer Zeit von 2:18:36 und brachte nach grossartiger Vorarbeit der beiden Teamcaptains mit seinem fulminanten Finish die Bronzemedaille ins Trockene. An der EM 2016 errang er im Halbmarathon mit dem Schweizer-Team gar die Goldmedaille, was das kleine Manko des für ihn nicht optimal verlaufenen Wettkampfes mehr als wettmachte.

Zeit also, um vorauszuschauen. Teamleader Tade, dem grosse Chancen auf den Europameistertitel ausgerechnet werden und Chrigel mit seiner grossen Erfahrung speziell an Wettkämpfen bei Grossanlässen sind mindestens die halbe Miete für ein weiteres hervorragendes Teamresultat. Gemäss messerscharfer Analyse von Valentina, Gemahlin sowie Head- und Lifecoach (sorry Rubén 🙂 ) von Chrigel sind gemäss Papierform die Teams aus Frankreich, Spanien, Italien und Polen stärker einzuschätzen als die Schweizer. Weil die Italiener allerdings nur mit 3 Läufern am Start und die Temperaturen wohl bis nächste Woche sehr hoch sein werden, ist durchaus damit zu rechnen, dass der eine oder andere die Segel wird streichen müssen. Die Polen waren bereits in Zürich über lange Strecken des Rennens sehr ambitioniert unterwegs, fielen am Ende aber ausser Rang und Traktanden.

Folglich liebäugelt der ckr-Fanclub schon mit einer Medaille.

Alles blickt nach London…

Am heutigen Tag dreht sich mit Blick auf das Royal-Wedding die ganze Welt um London. Auch ckr ist aktuell in der Stadt an der Themse, wird seine Runden allerdings nicht an besagter Feier, sondern anlässlich der Night of the 10’000m PB’s auf der Leichtathletikbahn drehen.

An diesem Anlass wird in diesem Jahr auch der European 10’000m Cup mit Beteiligung einer Schweizer Delegation ausgetragen. Während des ganzen Tages werden (abgesehen von Schülerrennen am Nachmittag) ausschliesslich Rennen über 10’000 m ausgetragen, Chrigels Start wird in der B-Serie der Männer um 20:45 CH-Zeit sein. In diesem Rennen wird sich ckr mit seinem EM-Konkurrenten/Kollegen Patrik Wägeli messen. Die Vorzeichen sind nicht schlecht, dass Chrigel im hochklassigen Starterfeld in der Lage sein könnte, in den Bereich seiner PB (29:44.57 aus dem Jahr 2013) vorzustossen. Gogogo Chrigel!

Hier sollte das Rennen im Stream übertragen werden.

 

Blick zurück und voraus

Einen Tag nach Christians erfolgreichem Lauf in Barcelona werfen wir mit einigen seiner persönlichen Eindrücke und Infos einen Blick zurück und verraten unseren Lesern, was bei ihm in nächster Zeit ansteht.

Chrigels 1:04:45 und ganz besonders die Traumzeit 1:00:09 h von Julien Wanders lassen nicht darauf schliessen, aber in Barcelona herrschten gestern nicht absolut perfekte Bedingungen. Die Temperaturen waren ideal, je nach Richtung der Geraden war es aber doch recht windig. Christian erwischte eine Gruppe, von deren Tempo er profitieren konnte und zwischendurch auch bereit war, Führungsarbeit zu verrichten.

Seit seinem Olympialimiten-Lauf 2015 in Berlin sind wir zeitliche Punktlandungen von ckr gewohnt. Dies hat er in Barcelona ein weiteres mal bewiesen und vollends auf die Spitze getrieben: die Limite von 1:03:45, welche ihn zur Teilnahme an der Halbmarathon-WM in Valencia berechtigt hätte, hat er um genau eine Minute verpasst. Die Limite von 1:04:45, die ihn voraussichtlich für zwei weitere Jahre zum Swiss Starter machen wird, hat er jedoch auf die Sekunde genau erreicht. Nach dem Zieleinlauf befürchtete Christian zuerst, er hätte die geforderte Zeit um eine Sekunde verpasst. Dass Kreienbühl Limiten nicht um eine Sekunde verpasst, sollte Chrigel eigentlich wissen 🙂

Alter Kreienbühl Familientradition folgend (Vater Fridolin ist seit 1993 Kronrat), wird Chrigel am nächsten Wochenende in Begleitung der männlichen Vorstandsmitglieder des ckr-Fanclubs und weiterer Freunde am Bierkommers der Hilaria Rüti erwartet. Sportlich geht es dann am 24. März in Valencia weiter, wenn er gemeinsam mit Adi Lehmann und Andreas Kempf als „Volksläufer“ im Rennen der Halbmarathon-Weltmeisterschaften starten wird und im hochklassigen Starterfeld  auf der schnellen Strecke hoffentlich einen Angriff auf seine Halbmarathon-PB starten und seine Ambitionen auf die Teilnahme an der EM in Berlin unterstreichen kann .

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ckr mit zwei weiteren erfolgreichen Schweizern: Patrik Wägeli in 1:04:51 und Armin Flückiger mit 1:08:58

 

Halbmarathon Barcelona

Heute Morgen fand in Barcelona der Halbmarathon statt. An der Stätte seiner Halbmarathon-PB (1:04:21 in 2016) startete Chrigel ins EM-Jahr 2018. Im Rennen, in dem Julien Wanders als Gesamtzweiter einen sensationellen, neuen Schweizerrekord von 1:00:09 aufstellte, finishte Christian als 20. in 1:04:45.

Diese Zeit, welche nur gut 20 Sekunden über seiner PB liegt, ist umso bemerkenswerter, wenn man Chrigels unmittelbare Vorbereitungsphase für diesen Wettkampf kennt. Im letzten Jahr hat er auf Grund anhaltender Probleme mit der Achillessehne einen grossen Teil seines Wintertrainings auf den Langlaufskiern absolviert. Dieses Jahr blieb er glücklicherweise von Verletzungen verschont, hat aber wiederum viel Zeit im Engadin verbracht und viele km auf den Skiern abgespult. Natürlich war ckr auch oft in den Laufschuhen unterwegs. Die herrschenden Schneeverhältnisse machten aber vor allem die wettkampfspezifischen Tempoeinheiten zu einer grossen Herausforderung.

Unter diesen Voraussetzungen war Chrigel über seinen Lauf-Formstand vor dem Wettkampf etwas im Unklaren und die Erwartungen entsprechend gering. Besonders erstaunlich ist die Regelmässigkeit, in der ckr den Halbmarathon gelaufen ist: ein Kilometer wie der andere und ganz am Ende noch die gewohnte Steigerung (Strava-Check folgt später, die Aussagen basieren auf den 5 km Abschnittszeiten des Veranstalters).

Den Weg in Richtung Berlin hast du erfolgreich beschritten, herzliche Gratulation Chrigel!

Nach dem Fanclubtreffen ist vor dem Silvesterlauf

Der ckr Fanblog meldet sich nach überstandener erster Winterschockstarre mit einem kurzen Rückblick auf das Fanclubtreffen, welches bereits vor zwei Wochen stattgefunden hat und gerade noch rechtzeitig mit dem Ausblick auf den morgigen Silvesterlauf in Zürich, für den auch Chrigel gemeldet ist.

Bereits zum zweiten mal nach 2016 fand das Fanclubtreffen heuer in der Pizzeria Roma in Bubikon statt. Der Wechsel des Lokals war auch dem erfreulichen Umstand geschuldet, dass das Fanclubtreffen in den letzten Jahren auf immer grösseres Interesse gestossen ist und wir dieses Jahr wieder auf das grosszügige Platzangebot und die leckeren Menüs des Roma zurückgreifen durften.

Etwa 40 Gold- und Silbermember waren anwesend, als am 25. November um ca. 18 Uhr zum Apéro geladen wurde. Traditionsgemäss liess unser Zeremonienmeister Adrian danach Chrigels Jahr Revue passieren. In diesem Jahr hat ckr nur eine kleine Anzahl Wettkämpfe bestritten. Im Rückblick war gar nur von Chrigels Sieg am Altstätter Städtlilauf und der geknackten EM-Limite am Berlin-Marathon die Rede. Sein Sieg am diesjährigen Niederbipper Waffenlauf ging in der unüberschaubaren Menge der Wettkampfresultate von 2017 offenbar unter. Läuferisch stand Chrigis Laufjahr klar unter dem Motto „Qualität geht vor Quantität“. Ebenfalls im Fokus stand im Rückblick natürlich auch Chrigels und Valentinas Highlight des Jahres, ihre Hochzeit am 1. Juli, den ein grosser Teil der Anwesenden live miterleben durfte. Abschliessend versuchte Adi aufzuschlüsseln, was die Geheimnisse von Chrigels Erfolg sind. Kurz zusammengefasst kommt er zum Schluss, dass es die Kombination von unbestreitbar vorhandenem Talent, kluger Trainingsplanung, optimaler Betreuung, Chrigels Lockerheit und seiner Sozialkompetenz ist.

Einige Impressionen des Fanclubtreffens:

Fotos: Matthias Kreienbühl

Morgen ist wieder Zeit für den Zürcher Silvesterlauf. Zwischen zwei Weihnachtsshoppingwahnsinn-Sonntagsverkäufen gehören Zürich Gassen traditionsgemäss wieder den Läuferinnen und Läufern. Chrigels Start am morgigen Eliterennen (Start um 13:25) war bis vor kurzem noch ungewiss, da er während der letzten Woche noch von einer Erkältung und Husten geschwächt war. Nachdem sein Achillessehnen-Problem einen Start bereits in 2016 verhinderte, hat er sich nun aber für seine Teilnahme entschieden.

Seit letztem Jahr finden die Eliterennen in einem geänderten, vor allem für die Zuschauer deutlich attraktiveren Modus statt: gelaufen wird auf einer sehr kurzen Runde ums Fraumünster. Die Anzahl zu laufender Runden sowie die Gesamtdistanz sind auf der Homepage des Laufs nur gut versteckt unter den Zuschauerinfos zu finden. Es sind 14 Runden à 385 m zu laufen, was eine Distanz von 5.3 km ergibt. Im Verlaufe des Rennens werden nach jeder weiteren Runde die letztplatzierten Läufer aus dem Rennen genommen. Für die Zuschauer ist das Rennen spannend zu verfolgen und es bleibt zu hoffen, dass die Organisatoren in diesem Jahr den Überblick behalten und nicht wie im Rennen der Frauen 2016 eine potentielle Podestläuferin aus dem Rennen kommandieren.

Mit Spannung können wir Chrigels Auftritt erwarten. Einerseits war die unmittelbare Vorbereitung (wieder einmal) nicht ganz ohne Komplikationen und ausserdem muss sich Chrigel im sehr kleinen, hochklassig besetzten Feld als bekennender Langsamstarter und Langstreckenspezialist sputen, damit er das Rennen nicht schon zu früh beenden muss.

Der Fanblog drückt die Daumen und hofft, den einen oder anderen Fan an der Strecke anzutreffen.

Berlin – immer wieder eine Reise wert

Gestern war er also wieder, der Tag-X, den jeder Marathonläufer herbeisehnt und ihm mit stetig steigender Spannung entgegenblickt. Man fängt an, ganz genau in den Körper hineinzuhören und entwickelt in den letzten zwei Wochen vor dem Marathon, während derer der Trainingsumfang massiv zurückgeschraubt wird, zuweilen recht hypochondrische Zustände. Für Chrigel war Tag-X dieses Herbstes der Berlin-Marathon, den er zum dritten mal nach 2012 und 2015 in Angriff nahm. Von Verletzungen und Krankheit blieb ckr in seiner (zu) kurzen Vorbereitungsphase auf Berlin seit Juli verschont und auch die eingangs erwähnten Taperingwochen hat er schadlos überstanden, so dass er gestern gesund und motiviert pünktlich um 9:15 Uhr zu seinem ersten Marathonlauf seit Rio 2016 startete. Die herrschenden Temperaturen waren fürs Laufen eigentlich ideal, der Wind schwach, allerdings schien Petrus den später am Sonntag stattfindenden Wahlerfolg der AfD vorauszuahnen und schickte pünktlich zum Start erste Regenschauer über die Strecke.

Im Marathon gilt es, auf den ersten Kilometern ins Rennen zu finden, sich in einer Gruppe mit der richtigen Pace zu platzieren und sich damit kraftsparend möglichst weit ziehen zu lassen. Dieser Einstieg ins Rennen ist Chrigel dieses Mal nicht optimal geglückt. Zuerst war die eine Gruppe zu schnell, die andere zu langsam, so dass er schon früh alleine auf der Suche nach dem richtigen Platz unterwegs war. Christian selber bezeichnete es als Art Weckruf, was ihm etwas bei km 18 wiederfahren ist: ein Konkurrent ist ihm auf den Schuh getreten, worauf sich ckr als Asphaltsurfer versuchte und er sich bäuchlings rutschend auf dem Asphalt fortbewegen wollte. Das war das einzige mal, dass Chrigel froh war über die nassen Verhältnisse, weil dadurch die beim Vorfall entstehende Reibungsenergie geringer und die auftretenden Schürfwunden weniger heftig ausfielen, als dies bei trockener Strasse der Fall gewesen wäre. Der Schuldige des Malheurs zeigte sich sehr fair, half Chrigel beim Aufstehen und führte ihn wieder an die Gruppe heran. Danach war ckr aber wach und der Rest des Renens verlief, wie wir es von ihm gewohnt sind: den Halbmarathon passierte er in 1:09:10 h, danach setzte er zum für ihn typischen Negativsplit an, absoliverte die zweite Hälfte 63 s schneller als die erste und finishte in 2:17:17 h. Chrigel war damit der zweitschnellste Schweizer hinter Adrian Lehmann, der das Rennen in 2:15:12 beendete. Damit stehen Adi und ckr in der Selektionsrangliste für die EM 2018 in Berlin an erster und zweiter Stelle. Selbstverständlich ist damit zu rechnen, dass Tadesse Abraham nach überstandener Verletzungpause und erfolgreichem Comeback am Greifenseelauf die Selektionszeit im Marathon von 2:19:30 ebenfalls deutlich unterbieten wird. Chrigel und Adi können aber der Nominierung für den EM-Maraton vom 12. August 2018 durch Swiss Athletics zuversichlich entgegenschauen.

Seit kurzem tritt Christian als Laufexperte für Albis Reisen, den Spezialisten für Marathon-Reisen unter der Leitung von Markus Roth, in Erscheinung. Deshalb waren Chrigel und sein Team nach dem gestrigen Lauf und einer ersten, kurzen Phase der Erholung im Hotel bei der Reisgruppe von Albis Reisen zum Nachtessen eingeladen, an dem ckr von seinen Erlebnissen am Lauftag berichtete, den erfolgerichen Albis-Finishern zum Lauf gratulierte und diejenigen, die das Rennen aufgeben mussten, zum Weitermachen aufmunterte und viel Erfolg für den nächsten Versuch wünschte.

Vom ckr-Fanclub war auch noch Gold-Member Roger „Rats“ Coray aus Altstätten am Start in Berlin. Dessen unmittelbare Rennvorbereitung verlief in einer Art, welche die meisten anderen Leute schon vor dem ersten Laufschritt zur Aufgabe des Rennens veranlasst hätte. Sein Gepäck fand den Weg vom Flughafen Zürich bis ins Hotel bis zu seiner Abreise nicht und so war Rats komplettes Impriovisations- und Organisationsgeschick nötig, um den Berlin-Marathon dennoch in Angriff nehmen zu können. Von diesen Unanehmlichkeiten und dem mässigen Wetter liess er sich aber nicht beeindrucken, finishte ebenfalls und stellte in Berlin sogar eine neue PB auf.

Schon bei früheren Einsätzen von Chrigel wagten zahlreiche Spezialisten eine Prognose der Zeit, die ckr für seinen Marathon benötigen würde. Darin war bisher meist der Rheintaler Laufguru Alex Thür am erfolgreichsten. Auch dieses mal lag er mit seiner Prognose von 2:18:37 nicht weit daneben. Allerdings muss er sich dieses mal von Markus Hagmann, einem anderen Urgestein und x-fachen Schweizermeister im Steeple-Lauf geschlagen geben, der 2:17:12 h vorausgesagt hatte. Auch Rats hat sich in Berlin nicht nur als zäher Marathoni, sondern auch als Prophet für Chrigels Endzeit profiliert, wie das letzte Bild in nachfolgender Galerie zeigt (etwas Interpretationsspielraum ist vorhanden). Gespannt erwarten wir den Kampf der Orakel anlässlich Chrigels nächstem Einsatz.

Chrigel, noch einmal herzliche Gratulation zum famosen Lauf in Berlin 2017, der schon mindestens die halbe Miete für die EM 2018 in Berlin war.

 

 

Berlin 2017 als Sprungbrett für Berlin 2018?

Wir können vermuten, dass für Christian die WM 2013 in Moskau, die Heim-EM 2014 in Zürich, 2016 die EM in Amsterdam und vor allem die olympischen Spiele in Rio aus emotionaler Sicht die bedeutendsten Ereignisse sind. Um an solchen Events teilnehmen zu können, musste Chrigel sich jeweils über die gelaufene Zeit in einem möglichst schnellen Rennen qualifizieren. Im Falle der Disziplin Marathon bietet sich besonders derjenige in Berlin an, auf dessen Strecke auch die meisten Weltrekorde der letzten Jahre gelaufen wurden. Diese Tatsache hat ckr schon 2012 und 2015 genutzt und sich mit seinen beiden schnellsten Einsätzen über die klassische Distanz für die WM in Moskau und die olympischen Spiele in Rio qualifiziert.

Morgen ist es wieder so weit: der 44. Berlin-Marathon findet statt und Chrigel wird auch an der Startlinie stehen. Wie bereits  berichtet, war ckr’s Aufbau auf den Berlin-Marathon wegen der langwierigen Probleme mit der Achillessehne kurz. Seit Anfangs Juli konnte er aber beschwerdefrei und ohne krankheitsbedingte Unterbrüche trainieren. Nach seinem grandiosen Auftritt am Altstätter Städtlilauf vor zwei Wochen sind die Erwartungen an den morgigen Marathon nicht nur beim Fanclub gestiegen. Auch Christian setzt sich zum Ziel, möglichst nahe oder gar unter die Qualifikationszeit von 2:19:30 h für die ebenfalls in Berlin stattfindenden Europameisterschaften 2018 zu laufen.

Im morgigen Rennen wird der Fokus der Berichterstattung sich vor allem auf den Dreikampf der Marathongrössen Kipchoge/Bekele/Kipsang um den Weltrekord richten. Der ckr-Fanblog wird aber genau beobachten, wie sich Christian und die restlichen Schweizer Teilnehmer behaupten.

Go Chrigel, Berlin ist deine Stadt!

Der Start des Berlin-Marathons ist um 9:15, er wird im TV auf ARD und rbb übertragen. Im Web und per App (iOS / Android) kann das Rennen mit Live-Tickern verfolgt werden.

Zurück auf der Siegerstrasse

Am letzten Samstag fand der 32. Altstätter Städtlilauf statt, an dem Christian nach über einem Jahr Pause ins Wettkampfgeschehen zurückgekehrt ist. Soviel sei schon vorweggenommen: Chrigel hat auf eindrückliche Art gezeigt, wer am Städtlilauf auch nach nicht optimaler, sehr kurzer Vorbereitung der Platzhirsch ist. Herzliche Gratulation zum souveränen, ungefährdeten Sieg in Altstätten!

Der Städtlilauf war in diesem Jahr ausnahmsweise eine ziemlich verregnete Angelegenheit. Weil die Temperaturen nicht allzu tief waren und der Regen nicht so stark, wie die Prognosen befürchten liessen, waren die Bedingungen für die Läufer gut. Die Zuschauerkulisse in der Marktgasse und an anderen, üblicherweise gut besuchten Schlüsselstellen der Strecke, litt aber stark unter dem Hundewetter.

Als stärkste Konkurrenz für ckr waren die afrikanischen Stammgäste Nesero, Mohammednur und Abusha, sowie die Einheimischen Fabian Anrig, Armin Flückiger und Wundertüte Florian Suter (Goldsprint oder nicht Goldsprint?) einzuschätzen. Wie immer überliess Chrigel den Sprint um das Goldvreneli einem schnellen Jungspund. Dieses Jahr war der Empfänger des Goldschatzes wieder Florian Suter. Trotz des Sprintefforts beendete dieser das Rennen auf dem sehr beachtlichen 3. Rang.

Der Rest des Rennens war eindrücklich zu verfolgen und ist schnell erzählt. Ab der ersten grossen spulte Chrigi seine Runden in bemerkenswerter Konstanz ab, enteilte sämtlichen Konkurrenten und vergrösserte seinen Vorsprung auf den Zweitplatzierten Fabian Anrig bis ins Ziel auf eine Minute. Christians Zeit bei seinem dritten Sieg in Altstätten ist 26:51 min. Für seinen Rekordlauf von 2012 benötigte ckr 26:17 min und im Jahr 2015 war seine Siegerzeit 26:42 min.

Der Vergleich der Zeiten von 2015 und 2017 liesse den Schluss zu, dass Chrigi in Berlin in der Lage sein müsste, in die Nähe seiner Marathon-PB von 2:13:57 h zu laufen. Die lange und intensive Phase mit alternativem Training im letzten Winter und diesen Frühling hat Chrigels Schnelligkeit auf kürzeren Strecken offensichtlich kaum verschlechtert. Ob und wie sich der kurze Aufbau für den Berlin-Marathon auf ckr’s Leistungsfähigkeit jenseits von 30 km auswirken wird, werden wir am 24. September erfahren.

(Fotos: René Michlig)

Wettkampfpause beendet

Gut ein Jahr nach seinem Einsatz am Olympia-Marathon in Rio findet Chrigels läuferische Wettkampfschöpfungspause endlich ein Ende. Am nächsten Samstag wird er nicht nur als gern gesehener Gast oder Ehrenstarter in Altstätten anzutreffen sein, sondern in Wettkampfausrüstung an der 32. Austragung des Städtlilaufs an der Startlinie stehen und versuchen den jungen Wilden und den afrikanischen Konkurrenten Paroli zu bieten.

Das OK-Team des Städtlilaufs kann von Glück reden, dass der Lauf nicht am letzten Wochenende geplant war. Schon 2014 kam es zu massiven, durch den Stadtbach verursachten Überschwemmungen in Altstätten. Durch die starken Regenfälle in der Nacht vom letzten Freitag auf Samstag wiederholte sich das Szenario, aber auf Grund der damals getroffenen Massnahmen waren die Schäden in diesem Jahr weniger gravierend. Eine Austragung des Städtlilaufs wäre jedoch am letzten Samstag undenkbar gewesen.

Christian ist es sich mittlerweile schon gewohnt, von den Organisatoren des Städtlilaufs in allen möglichen, bereits erwähnten Funktionen eingespannt zu werden. Neu ist in diesem Jahr eine Autogramm(halbe)stunde von Chrigel in Zusammenarbeit mit dem lokalen Geschäft chantal – Schmuck und Uhren, dessen Verkaufslokal sich unmittelbar beim Zieleinlauf befindet. Die Autogrammsession findet am Samstag von 16:30 bis 17:00 statt und wir hoffen auf rege Teilnahme des Publikums.

Im heutigen „Zürcher Oberländer“ ist ein sehr lesenswerter Artikel über ckr, seine anstehenden Wettkämpfe sowie die mittelfristigen Aussichten bis zur EM 2018 zu lesen, den er auf seiner Website veröffentlicht hat.

Nun wünschen der ckr-Fanblog und die Fangemeinde Chrigel bei seinem Wiedereinstieg ins Wettkampfgeschehen viel Erfolg.

Ein Jahr später

Genau heute vor einem Jahr hat der olympische Marathon in Rio stattgefunden. Dies war Christians letzter Wettkampf (abgesehen vom 10 km Charity-Lauf des LGT-Marathons anlässlich seines Poltertages), den er auf Grund des Stellenwertes dieses „once in a lifetime“-Ereignisses trotz seiner ihn schon damals seit längerer Zeit begleitenden körperlichen Beschwerden durchzog. Das Rennen bestritt ckr in seiner gewohnten Dieselstart-Manier und kämpfte sich während des Wettkampfs von ganz hinten bis ins Mittelfeld vor.

Danach blieb Chrigel dem Wettkampfgeschehen leider bis jetzt fern, absolvierte jedoch während des letzten Winters unter Leitung seines Privatcoachs Valentina unzählige Kilometer auf den Langlaufskiern inkl. Teilnahme am Engadiner Skimarathon. Nach der Schneeschmelze verlagerte er sein Alternativtraining vor allem auf die Fahrradstrecken.

Falls man überhaupt von einem guten Zeitpunkt für eine Verletzungspause sprechen kann, wurde Chrigel diese nicht zur schlechtesten Zeit aufgezwungen: nach den olympischen Spielen war vor der Hochzeit, es gab viel vorzubereiten. Über den Poltertag haben wir berichtet, die Hochzeit von Valentina und Chrigel fand am 1. Juli in Samedan statt. Es war ein wunderbarer Hochzeitstag, das Engadiner Wetter zeigte sich dem frisch vermählten Ehepaar von einer viel besseren als prognostizierten Seite und bei der abschliessenden Feier war das Brautpaar wie gewohnt enorm ausdauernd.

Just zur Hochzeit, nachdem ckr seinen Achillessehnen auf Grund der Erfahrungen am Hochzeitsfest damit drohte, die weitere sportliche Karriere als Tänzer zu planen, entschieden sich diese, ihre Tätigkeit wieder aufzunehmen und Chrigel ohne Knurren wieder in Laufschuhen fortzubewegen. Seit Anfang Juli entwickelt sich das Training mit den entsprechenden Umfängen wieder so gut, dass er sich entschieden hat, nach Berlin, der Stätte seiner grössten Erfolge zurückzukehren, um den diesjährigen Marathon zu laufen. Die Ziele lesen sich, wie man es sich von Chrigel gewohnt ist, sehr zurückhaltend: Hauptsache ist das beschwerdefreie Laufen im Training und den anstehenden Wettkämpfen. Als Ziel definiert er für den Berlin-Marathon eine Zeit zwischen 2:30 h und der Limite für die Europameisterschaften 2018 in Berlin, welche auf 2:19:30 festgelegt wurde. Chrigel hat letzte Woche in der Höhe im Engadin einen Longrun über 35 km in einer Pace von 3:41 min/km absolviert. Zieht man den Vergleich zum gleichen Zeitraum in 2015, als er in Berlin mit 2:13:57 h die Limite für Rio lief, hat er diesen Longrun sogar etwas schneller, jedoch bei höherer Intensität absolviert. Wenn man die Pace auf den Marathon hochrechnet, kommt man bei diesem Trainingslauf auf eine Zeit von 2:35 h, also schon sehr nahe bei dem von ckr formulierten Minimalziel. Es ist sicher nicht unrealistisch, dass Chrigel in Berlin schon sehr nahe an oder gar unter die EM-Limite laufen wird. Bei dem aktuell herrschenden Niveau in der Schweizer Marathon-Szene kann man jedoch damit rechnen, dass eine Zeit von 2:19.30 nicht ausreichen wird, um in Berlin an der EM 2018 dabei zu sein. Daher betrachtet Christian den Berlin-Marathon von diesem September auch als Test und Vorbereitung für einen schnellen Qualifiktions-Marathon im Frühling 2018.

Wie immer steht aber zwei Wochen vor dem Berlin-Marathon noch der Altstätter Städtlilauf an, bei dem Chrigel in den letzten Jahren immer dabei war, ob als Läufer, Ehrenstarter oder gern gesehener Gast und Ehren-Rheintaler. In diesem Jahr wird er wieder in den Wettkampfmodus schalten. Die Vorschau folgt noch.

Polterweekend

Der Fanclub lebt noch. Wichtiger ist allerdings, dass Chrigel auch wohlauf ist. Sportlich waren von ihm seit seinem Einsatz in Rio keine Grosstaten zu vermelden. Grund dafür waren einerseits die hartnäckigen Verletzungssorgen, die ckr schon lange begleiteten und zudem musste der Sport sich in letzter Zeit ins zweite Glied stellen, weil Chrigel seine Valentina am 1. Juli heiraten wird.

Vor der Hocheitsfeier stand allerdings noch der Polter-Oobig, bzw. -Tag an, den Chrigel gestern zu meistern hatte. Der erste Programmpunkt an diesem Tag war der LGT-Marathon, an dem Chrigel nicht die ganze Strecke, sondern – einmal soll die Verletzungsgeschichte ihm auch mal was nützen – nur den ersten, flachen Streckenabschnitt über 10 km von Bendern nach Vaduz in original Waffenaluf-Bündner-Langläufer-TVO-Bekleidung zu bewältigen hatte.

Diese erste Hürde seines Abschieds vom Junggesellenleben meisterte Chrigel bravourös, eine offizielle​ Rangliste gibt es für den Pink Ribbon Charity Lauft zur Unterstützung von Brustkrebsopfern nicht, als Beleg dienen ckr’s gewissenhafte Strava Aufzeichnungen (hier) auch ein speziell für ihn kreiertes Segment holte sich Chrigel). Nach dem Grosserfolge des TVO’s am LGT-Marathon, die ersten vier Ränge der Teamwertung wurden von Temas des TVO’s belegt: Link zur Rangliste, stand noch die kombinierte Feier von Rats-Geburtstag (Wer ist Rats?) und Chrigels Polter-Oobig an. Dem Polter-Oobig-Ehrenkodex folgend werden von diesen Festivitäten keine Beiträge oder Fotos veröffentlicht. Es kann festgehalten werden, dass es auch am Abend zu keinen nennenswerten Personenschäden kam und sich der Bräutigam hervorragend aus der Affäre gezogen hat.

Team des Jahres!

Der interessierte Leser hat dies sicher bereits längst vernommen. Dennoch meldet sich der ckr Fanblog noch einmal aus seinem direkt nach dem Fanclubabend begonnenen Winterschlaf: am letzten Freitag wurde das Team der Schweiz, welches an den Halbmarathon-Europameisterschaften unter dem Lead von Tadesse Abraham (welcher die Wahl zum Athelten des Jahres 2016 gewann) die Goldmeaille erringen konnte, an der Swiss Athletics Night 2016 als LA-Team des Jahres ausgezeichnet. Zu den schnellen Burschen zählte auch Chrigel, welchem wir zu dieser weiteren Ehrung herzlich gratulieren.

CH-Läufer des EM-Halbmarathons in Amsterdam: Team des Jahres 2016

Link zum Bericht zur Swiss Athletics Night in Luzern (Swiss Athletics).

ckr-Fanclubtreffen 2016

Am letzten Samstag hat das bereits vierte ckr-Fanclubtreffen stattgefunden. Irgendwo im Niemandsland zwischen Rüti und Bubikon (der letzte Bus fuhr um ca. 19 Uhr, es sind ja alles Läufer 🙂 ) hatten sich ca. 30 der Gold- und Silbermember im schmucken und sehr grosszügig dimensionierten Saal des Ristorante Pizzeria Roma im Bad Kämmoos eingefunden, um Chrigels Olympia-Jahr 2016 noch einmal Revue passieren zu lassen und sich aus erstem Mund darüber informieren zu lassen, wie ckr’s weitere Laufbahn verlaufen könnte. Einige von Chrigels Trainingsgenossen des TV-Oerlikon und auch sein Coach Rubén liessen es sich trotz ihres sonntäglichen Einsatzes am Marathon in Luzern nicht nehmen, am Fanclubabend teilzunehmen, Winterzeit sei Dank. In Luzern wurde der TVO Schweizermeister in der Teamwertung und Rubén feierte den Sieg in der Altersklasse M40.

Wie an den vergangenen Fanclubtreffen führte unser Zeremoienmeister Adrian „Chäser“ mit dem von ihm gewohnten Augenzwinkern durch Chrigels Sportjahr. Er zeigte noch einmal die sportlichen Highlights auf, die da waren: Escalade Genf, Zürcher Silvesterlauf, Halbmarathon in Barcelona, Berlin und an der EM in Amsterdam, sowie die SOLA-Stafette. Weil ckr bekanntlich kein Kind von Traurigkeit ist, wurden auch die gesellschaftlichen Anlässe erwähnt, an denen er sich beteiligte. In diese Sparte fielen besonders seine Teilnahme an einem der letzten Motörhead-Konzerte im November 2015 und sein Einsatz als Ehrenstarter am diesjährigen Altstätter Städtlilauf. Ein wenig der Finger auf die Wunde gelegt wurde ckr, indem ihm von Adi seine diversen Verstösse gegen seine eigenen Laufgebote vor Augen geführt wurden.

Nach Adis Ausführungen durfte die Gesellschaft Chrigels interessanten Ausführungen zu seinem Aufenthalt an den olympischen Spielen in Rio beiwohnen. Seine Zeit in Brasilien wurde von ckr in die  Abschnitte Eröffnungsfeier – Pre Camp – Rennen – Schlussfeier – Ferien unterteilt. Besonders interessant waren Chrigels off topic-Geschichten von seinem Leben im Athletendorf (Hingis…) und seine Schilderungen des Rennverlaufes und dem Zieleinlauf am Marathon, welche wohl auch bei vielen Zuhörern zu Gänsehaut führte. Chrigel hat auch erwähnt, dass er Rio als Belohnung für seinen Effort im Jahr 2015 mit erfolgreichem Erreichen der Olympialimite am Marathon in Berlin sieht, während im 2016 seit der Verbesserung seiner PB im Halbmarathon im Frühling in Barcelona auf Grund einiger Verletzungssorgen etwas der Wurm drinsteckte. Besonders aus diesem Blickwinkel muss auch von uns der von ckr äusserst clever eingeteilte und gelaufene Olympia-Marathon noch einmal mit Applaus bedacht werden.

Am Ende kam Chrigel noch auf seine sportliche Zukunft zu sprechen. Eine kurzfristige Planung existiert nicht, als Fernziel stehen die Europameisterschaften 2018 in Berlin im Raum. Recht vage wurde für Herbst 2017 von ihm der Chicago-Marathon genannt. Ein weiteres Ziel wäre, gemeinsam mit Valentina den Weltrekord als schnellstes Ehepaar zu brechen (5:27:08 h). Die Möglichkeit dazu werden die beiden ab nächstem Sommer haben…

Fotos: Matthias Kreienbühl

ckr-Fanclubtreffen am kommenden Samstag

In den letzten 2 Monaten haben sich sowohl ckr in sportlicher Hinsicht, wie auch der ckr-Fanblog in seinen journalistischen Anstrengungen vornehm zurückgehalten. Chrigel sei dies  nach seinem erfolgreichen Einsatz in Rio vergönnt, er hat sich in den vergangenen Wochen die Zeit genommen, um das Erlebte Revue passieren zu lassen und schont zudem seine seit diesem Frühjahr lädierte Achillessehne auf Grund aktuell nicht anstehender Wettkampfeinsätze mit einer längere Laufpause.

Ein Happening steht allerdings dem ckr-Fanclub und seinen Gold- und Silbermembern noch bevor. Am kommenden Samstag, 29. Oktober, findet das alljährliche ckr-Fanclubtreffen statt. Der Fanclubtross zieht nach zwei Jahren, an denen man das Fest im Bauhof in Rüti steigen liess, nun ein Haus weiter und trifft sich dieses Jahr in der Pizzeria Roma in Bubikon. Wobei… das Roma liegt genau zwischen Bubikon und Rüti und auch Chrigel machte den Eindruck, nicht genau zu wissen, welcher Ortschaft das Lokal  zuzuschreiben ist. Wir werden das am Samstag klären 🙂

Das Treffen beginnt um 18 Uhr und wir freuen uns darauf, von ckr’s Schilderungen für eine kurze Zeit aus der herbstlichen Schweiz nach Rio entführt zu werden.

Kreienbühlscher Steigerungslauf!

Der olympische Marathon ist schon wieder Geschichte, so wie es in Kürze auch die aktuellen Spiele in Rio sein werden.

Für ckr war der heutige Tag wohl der Höhepunkt in seiner zwar spät, aber umso fulminanter gestarteten Läuferkarriere. Im Sog von Tadesse Abraham, der bei ziemlich feuchten Bedingungen seiner europäischen Favoritenrolle voll gerecht wurde und sich als 7. Overall über ein olympisches Diplom freuen darf, finishte ckr als 76. in der Zeit von 2:21:13 h. In diesem Rennen wurde Chrigel seinem Ruf als langsam startendes Schweizer Uhrwerk wieder voll gerecht. Nach einem sehr verhaltenen Start – die ersten 5 km legte er in 16:47 als 147. von 155 Gestarteten zurück – setzte er zu einem beeindruckenden Steigerungslauf an. Er verbesserte sich während des Rennens sukzessive, passierte den Halbmarathon in 1:10:18 h, Chrigels schnellster 5 km-Abschnitt war von km 25-30,  nach 35 Kilometern fand er sich das erste mal unter den Top-100 des Wettkampf wieder und diesen Rang konnte er noch bis zur Schlussklassierung auf Platz 76 steigern.

Viel gesehen habe wir von Chrigel während des Rennens am TV leider nicht. Immerhin der Zieleinlauf war uns vergönnt und aus Chrigels Gesicht war zu lesen, dass er mit seinem Wettkampf und dem Erlebten sehr zufrieden ist.

Wir hoffen, in den nächsten Tagen weitere Infos direkt von ckr zu erhalten und gratulieren ihm vorerst herzlich zu vollbrachten Leistung. Sauber gemacht Chrigel! Nun geniess noch die letzten Stunden der Spiele in Rio!

 

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Die Schweizer Marathon-Helden ckr & Tade

 

Pre Race Report aus dem HB

Heute ist es nun endlich so weit und Chrigel startet in Rio zu seinem Olympiarennen über 42.2 km. In einer Stunde gehts los. Informationen aus erster Hand zufolge ist die Nacht vor dem Marathon gut verlaufen, heute Morgen hat es noch geregnet, das Wetter hat sich aber mittlerweile normalisiert. Dennoch beträgt die Außentemperatur bereits jetzt 22°C, es wird also in allen Belangen ein heißes Rennen. Dass Chrigel mit solchen Situationen umzugehen weiß, ist und seit der EM in Zürich bekannt, welche auf einer anspruchsvollen Strecke bei warmer Witterung stattgefunden hat.

Die Fanschar im Zürcher HB ist bereit und hat neben Chrigel natürlich auch das heiße Schweizer Eisen Tadesse Abraham im Fokus. Bald gehts los, wir melden uns wieder.

Noch einmal schlafen…

Nach langer Zeit der Vorbereitung auf sein Karriere-Highlight, den Marathon der olympischen Spiele in Rio, ist es morgen nun endlich so weit: um 9:30 Uhr Orts- und 14:30 Mitteleuropäischer Zeit wird das Rennen in Rio gestartet.

Chrigel wird in Rio von seiner Familie, seinem Trainer Rubén und einigen Freunden begleitet, die ihn an der Stecke unterstützen werden. Für die Daheimgebliebenen bietet sich die Möglichkeit, morgen beim public viewing im Imagine im HB Zürich ab 14 Uhr im Kreise des ckr-Fanclubs und des TV-Oerlikons Chrigel die Daumen zu drücken.

Auf euer Erscheinen freut sich der ckr-Fanclub!

Noch 7 Tage

Wir befinden uns bei Halbzeit der olympischen Spiele in Rio. Chrigel ist vor einer guten Woche nach Brasilien gereist, um der Eröffnungsfeier nicht nur beizuwohnen, sondern Teil von ihr zu sein.

Heute hat der Marathon der Frauen auf der gleichen Strecke stattgefunden, auf der in einer Woche auch die Männer laufen werden. Die Schweizer Fahne wurde in diesem Rennen von Maja Neuenschwander hoch gehalten. Sie klassierte sich in 2:34:27 h auf dem 29. Rang. Majas Klassierung bedeutete gegenüber den olympischen Spielen in London eine riesige Steigerung und die im Vergleich zu ihrer PB deutlich langsamere Zeit ist vor allem den äusseren Bedingungen (es war sehr sonnig und heiss) geschuldet.

Seit letztem Dienstag befindet sich Chrigel zur finalen Vorbereitung auf den am 21. August stattfindenen Olympia–Marathon abseits des grossen Olympia-Rummels in Ubatuba (https://goo.gl/maps/yFJcRgAymqN2), ca. 300 km entfernt von Rio de Janeiro. Am nächsten Mittwoch wird ckr für die letzte Phase des Taperings und zur Einstimmung auf den Wettkampf am Sonntag nach Rio ins olympische Dorf zurückkehren. Weil Chrigel dann wegen seines Einsatzes als Olympia-Athlet immer weiter „in den Tunnel“ eintauchen und den Fokus auf die sonntäglichen 42 km richten wird und sich zudem – wie in den Medien schon oft berichtet – die Transporte in Rio sehr schwierig und nervenaufreibend gestalten, wird er voraussichtlich keine anderen Wettkämpfe in Rio besuchen.

Schnappschüsse von der Eröffnungsfeier und Chrigels Trainingsaufenthalt in Ubatuba sind auf seiner Facebook-Seite zu finden: https://m.facebook.com/ckr.ch/

Eine Delegation des TV-Oerlikon/ckr-Fanclub trifft sich am nächsten Sonntag im imagine am HB Zürich zum public viewing: http://public-viewing-zurich.ch. Es hätt Platz solangs hätt 🙂